Bundesanstalt BIMA sucht Käufer für frühere US-High School
Gießen (ck). Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) hat jetzt eine weitere, früher von der US-Armee genutzten Immobilien zum Verkauf ausgeschrieben. Dabei handelt es sich um die High School samt großzügigen Sport-, Grün- und Freizeitflächen am östlichen Rand der Marshall-Siedlung. Interessenten können ihr Gebot bis Mitte August abgeben.
Umgeben von Wald, am östlichen Zipfel der Marshall-Siedlung liegt die frühere US-High School (Bild unten rechts), die die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben jetzt auch in den Gießener Tageszeitungen per Inserat zum Ankauf angeboten hat. (Foto: Henß)
Laut Exposé besteht das Ensemble aus einem 1990 fertig gestellten eingeschossigen und mehrflügligen Hauptgebäude sowie zwei zur gleichen Zeit in Holzständerbauweise errichteten Nebengebäuden. 1992 kam ein Anbau hinzu, der als Musikpavillon genutzt wurde. Darüber hinaus verfügt die Anlage über eine großzügige Caféteria mit Küchenbereich. Das Gebäude wurde maximal für eine Anzahl von 450 Schülern ausgelegt. Die Nutzung durch die amerikanischen Streitkräfte endete im April 2008.
Ferner beinhaltet die Schule eine ausreichende Zahl an Kursräumen, die einen Unterricht in praktisch allen Fachrichtungen zulassen. Für den Sportunterricht steht eine mit einer Tribüne ausgestattete Turnhalle mit 726 Quadratmetern Nutzfläche inklusive Nebenräumen zur Verfügung. Im Außenbereich ergänzen großzügige Sportflächen - unter anderem ein Sportplatz mit Flutlichtanlage, zwei Tennisplätze und ein Basketballfeld - die Möglichkeiten für den Sportunterricht.
Ferner macht die BIMA darauf aufmerksam, dass nach Auswertung der beim Kampfmittelräumdienst vorliegenden Luftbilder das gesamte, über 90 000 Quadratmeter große Gelände als Bombenabwurfgebiet eingeschätzt werden muss; deshalb müsse - mit Ausnahme des Schulbereichs, der schon untersucht wurde - das Aral auf das Vorhandensein von Blindgängern kontrolliert werden. Weitere Altlasten seien der Stadt Gießen nicht bekannt.
Die Stadt selbst hat in der Vergangenheit bereits betont, keine Verwendung für die Schule zu haben. An dieser Einstellung habe sich nichts geändert, teilte gestern auf AZ-Anfrage Stadtbaurat Thomas Rausch mit. Dagegen kann sich die Lebenshilfe - wie bereits berichtet - vorstellen, das Gelände für die Sophie-Scholl-Schule zu erwerben. Nach der jetzigen Veröffentlichung werde man sich das Exposé ansehen und in den verantwortlichen Gremien darüber entscheiden, wie es weitergeht, erläuterte Lebenshilfe-Geschäftsführer Magnus Schneider.
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