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Bürgermeisterin und Förderverein werben um Unterstützung für Landesgartenschau

Artikel vom 01.08.2010 - 23.15 Uhr

Bürgermeisterin und Förderverein werben um Unterstützung für Landesgartenschau

Gießen (srs). Die Gründung einer »Landesgartenschau Gießen 2014 GmbH« steht bevor. Die GmbH wird die Schau in vier Jahren hauptverantwortlich durchführen und vorbereiten. Mehrheitsgesellschafter wird die Stadt sein.
Der Förderverein der Landesgartenschau (links Axel Pfeffer) warb im Eingangsbereich des Möbelhauses Sommerlad um Unterstützung.
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Der Förderverein der Landesgartenschau (links Axel Pfeffer) warb im Eingangsbereich des Möbelhauses Sommerlad um Unterstützung. (Foto: srs)
Als weiterer Teilhaber fungiert die »Fördergesellschaft Landesgartenschauen in Hessen und Thüringen«. »Vier Jahre sind für ein solches Projekt kein ganz langer Zeitraum mehr«, hob Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich während eines Vortrags hervor. »Wir sind auf eine aktive Bürgerschaft angewiesen«, erklärte sie im Möbelhaus Sommerlad, wo am Freitag sowie am Samstag auch der Förderverein der Gießener Landesgartenschau um Unterstützung warb.

Weigel-Greilich verwies in ihrem Vortrag im Besonderen auf die »nachhaltige Bedeutung« der Maßnahmen im Rahmen der Landesgartenschau. So diene beispielsweise der Bau der Fußgängerbrücke über die Lahn in Verlängerung der Sudetenlandstraße »nicht touristischen, sondern sozialen Zwecken«, würden doch damit »endlich Nord- und Weststadt verbunden«. Planungen in der Stadtentwicklung könnten realisiert werden, »die ansonsten erst 2025 oder 2030 möglich wären.« Die Großveranstaltung gebe darüber hinaus Gelegenheit, das Image Gießens aufzuwerten.

Einmal mehr stellte die für die Landesgartenschau zuständige Bürgermeisterin die Planungen für den während der Schau eintrittspflichtigen Kernbereich in der Wieseckaue sowie die Vorstellungen für die Lahnaue vor. Als »Entree« zur Wieseckaue werde die Achse Gutfleischstraße in Höhe der Ringallee dienen. Daher soll der Stadtpark auch bis an die Ringallee verlängert werden. Am Neuen Teich ist bisher vorgesehen, dass Besucher an mehreren Stellen direkt am Ufer spazieren können. Der Ort dient allerdings einigen Vogelarten als Brutstätte. »Wir stehen im Dialog mit den Naturschützern«, versicherte Weigel-Greilich. Ein Café sei unterdessen nur zu realisieren, »wenn wir einen Investor finden.« Am Kleinen Teich soll unter anderem ein Rhododendronhain für »kontemplative Atmosphäre« sorgen. »Eventuell ist auch eine Verbindung zum Schwanenteich möglich«, die Agenda-Gruppen beschäftigten sich mit der Idee. Der Schwanenteich müsse währenddessen unbedingt saniert werden, hob die Bürgermeisterin hervor, auch angesichts eines immer niedrigeren Wasserstands und unangenehmen Gestanks bei Hitze. Naturnahe Spiel- und Erlebnisangebote sollen während der Landesgartenschau im Auwäldchen im Vordergrund stehen. Ob dort, wie angedacht, kleine Beobachtungspavillons errichtet werden - »da scheiden sich noch die Geister. Das könnte womöglich unerwünschte Besucher anziehen.« Darüber hinaus bestehe der Wunsch, die durch Kleingartensiedlungen führende Wegverbindung zwischen dem Wiesecker Wohnquartier und dem Parkgelände der Landesgartenschau zu verbreitern. Gegen den Willen der Kleingärtner werde jedoch nichts unternommen, hielt die Bürgermeisterin fest. Als weiteres Ziel soll die Lahnaue näher an die Stadt rücken. Zwischen Bootshausstraße, Rodheimer Straße und der Zufahrt »Zu den Mühlen« ist ein neues städtisches Wohnquartier vorgesehen. Die westliche Lahnseite indessen wird nach den bisherigen Planungen naturnaher gestaltet werden, abgesehen vom Rudersportareal. Der neue Bahnhofsvorplatz auf der westlichen Seite der Gleise solle als Stadteingang mit Blick zur Lahn dienen. »Das geht natürlich über 2014 hinaus«, erklärte Weigel-Greilich.

Der Förderverein, der derzeit rund 300 Mitglieder hat, informierte an einem Stand im Eingangsbereich des Möbelhauses Sommerlad über die aktuellen Planungen. Vorsitzender Wilfried Behrens und Mitstreiter warben um Unterstützung und verteilten Blumensamen. Ablehnende Stimmen zur Schau wie noch im Frühjahr während der Diskussionen um den Sportplatz an der Ringallee seien inzwischen kaum mehr zu verzeichnen, berichtete Behrens. »Dass Gießen schöner wird. Und dass der Naturschutz beachtet wird«, wünschte sich beispielsweise Veronika Bellen, die am Stand stehen blieb. Einige äußerten ihre Sorge, dass die Schau einen zu hohen finanziellen Aufwand nach sich ziehen könnte.

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Artikel vom 01.08.2010 - 23.15 Uhr
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