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Bücher bei Karstadt: Angebot wird ausgedünnt

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Artikel vom 12.01.2016 - 09.33 Uhr

Bücher bei Karstadt: Angebot wird ausgedünnt

Gießen (kw). Die Hugendubel-Filiale im Gießener Karstadt-Warenhaus schließt nun doch. Das jetzige Konzept läuft nur noch bis Ende der kommenden Woche. Künftig finden die Kunden nach einer Umbaupause einen verkleinerten »Shop in Shop« mit ausgedünntem Bestand und ohne eigene Mitarbeiter.

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© Oliver Schepp/Archiv
Bezahlen muss man die Bücher dann an den Karstadt-Kassen. Das Warenhauspersonal kümmert sich auch um die Logistik. Fachberatung gibt es nicht mehr. Das bestätigt eine Unternehmenssprecherin auf GAZ-Anfrage.

An bundesweit acht Standorten seien 37 Mitarbeiter von dieser Umstrukturierung betroffen, so die Münchner Buchhandlung. Man bemühe sich in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat, ihnen Weiterbeschäftigungen anzubieten. Wie viel Personal bisher in Gießen beschäftigt ist, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Bis 2009 hatte Karstadt die Buchabteilung im Seltersweg selbst betrieben, dann übernahm die Weltbild-Kette. Nach deren Insolvenz stieg 2014 Hugendubel ein.

In einer Hugendubel-Pressemitteilung heißt es, Buchhändler vor Ort seien bei diesem Konzept nicht nötig, weil die Titel zentral in München ausgewählt würden. Es solle »ausschließlich die aktuellsten und relevantesten« Bücher geben. Das Angebot sei für jene Kunden gedacht, »die es einfach und unkompliziert wollen«. Es sei eine Ergänzung zu den großen Hugendubel-Buchhandlungen. Insgesamt betreibt das Unternehmen in Deutschland 90 Filialen.

Die GAZ hatte Mitte Oktober über die Schließung berichtet. Hugendubel hatte damals erklärt, es stehe lediglich eine Umwandlung in einen so genannten »Shop in Shop« bevor. Nun verkündet der Laden selbst auf Informationszetteln an die Kunden: »Unsere Filiale schließt am 23. 1.«

Neben Gießen wird die Verkleinerung auch in den Karstadt-Warenhäusern in Bremen, Erfurt, Goslar, Hamburg, Karlsruhe, Lörrach und Saarbrücken vorgenommen. An zehn Standorten bleibt das umfassendere Sortiment mit Fachverkäufern bestehen. In rund 20 weiteren Karstadt-Filialen plant Hugendubel Neueröffnungen als »Shop in Shop«.

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