Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Stadt » Übersicht »

Breite Zustimmung für Neuplanung des Kinos

Artikel vom 03.12.2009 - 08.00 Uhr

Breite Zustimmung für Neuplanung des Kinos

Gießen (mö). Die Neuplanung des Großkinos am Berliner Platz stößt nicht nur im Stadtparlament auf breite Zustimmung. Auch bei einer Bürgerinformationsveranstaltung am Dienstagabend im Parlamentssaal des Rathauses wurde deutlich weniger Kritik geübt als noch Ende Mai in der Kongresshalle, als die ursprünglichen Pläne vorgestellt worden waren.
Die Macher und ihr Projekt (v.r.): Kinobetreiber Gregory Theile (Kopfbild), Architekt Birger Rohrbach, Investor Martin Bender, F
Lupe - Artikelbild vergrössern
Die Macher und ihr Projekt (v.r.): Kinobetreiber Gregory Theile (Kopfbild), Architekt Birger Rohrbach, Investor Martin Bender, FH-Vize Axel Schumann-Luck und Stadtrat Thomas Rausch vor einer Projektion des Vordergebäudes. (Foto: Schepp)
Im Anschluss an die zweistündige Versammlung stimmte der parlamentarische Bau- und Planungsausschuss der notwendigen Änderung des Bebauungsplans »Berliner Platz« bei Enthaltung der Linken einstimmig zu. Damit scheint der Weg frei für die Zwei-Gebäude-Lösung unter Nutzung des Grundstücks, auf dem jetzt noch das Kreisgesundheitsamt steht.

Welche neue Überlegungen seit dem Sommer angestellt worden waren, dokumentierte sich in der Anwesenheit der Hauptakteure. Zu Investor Martin Bender (Baufirma Weimer), Betreiber Dr. Gregory Theile (Kinopolis/Theile), Birger Rohrbach (Architekt) und Thomas Rausch (Planungsdezernent) hatte sich vorgestern Abend auch Axel Schumann-Luck gesellt, der Vize-Präsident der Fachhochschule Gießen-Friedberg.

Wie mehrfach berichtet, soll auf der vom Investor erworbenen Fläche des Gesundheitsamts ein Haus entstehen, das als Kino- und Hörsaalgebäude genutzt werden und weitere Verwaltungseinheiten der FH aufnehmen soll. Für die Hochschule sei dieses Projekt von »herausragender Bedeutung«, biete es doch die Möglichkeit, den steigenden Studierendenzahlen baulich früher als erhofft begegnen zu können. »Wir kommen schneller aus dieser Klemme heraus«, so Schumann-Luck, der bis zum Wintersemester 2015/2016 einen Anstieg der Studierendenzahl an FH und Uni auf 30000 prognostizierte. Mit der Nutzung der früheren Kreisliegenschaften an der Ostanlage entstehe eine FH-Achse vom Hugo-von-Ritgen-Haus in der Südanlage bis an die Ringallee. Schumann-Luck: »Hier bietet sich uns eine enorme Entwicklungsmöglichkeit«.

Von einem »innovativen Projekt« sprach Theile, der als Betreiber der bestehenden Gießener Kinos einräumte, dass die Universitätsstadt, was ihre Lichtspielhäuser betreffe, »qualitativ und quantitativ unterversorgt ist«. Das neue Kino werde mit einer Amphitheaterbestuhlung und digitaler Aufführungstechnik modernsten Standard bieten. Was mit den existierenden Kinos am Ludwigsplatz, in der Bahnhofsstraße und der Frankfurter Straße geschehe, sei noch nicht entschieden. Deren Zukunft hänge auch davon ab, wie das neue Haus angenommen werde, sagte Theile. Mit der FH würden nun Details der Doppelnutzung geklärt, dabei unter anderem technische Fragen, wie Schreibunterlagen und Kommunikationsanschlüsse an den Kinosesseln installiert werden könnten.

Während Investor Bender erläuterte, dass die Umplanung neben gestalterischen Vorteilen auch wirtschaftlicher für die Bauherren sei, ging Architekt Birger Rohrbach auf die wesentlichen Veränderungen gegenüber dem vorherigen Entwurf ein. So erlaube es der Zugewinn an Raum einerseits, mehr Abstand von der Ostanlage zu erhalten und andererseits durch unterschiedliche Gebäudehöhen eine optisch verträgliche Anpassung an das dahinterliegende - und höhere - Rathaus zu erreichen. Mit der Neukonzeption wird der gesamte Platz nach Erwartung von Rohrbach noch belebter als zuvor.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 03.12.2009 - 08.00 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang