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Botanischer Garten: Fledermaus lässt sich streicheln

Artikel vom 17.05.2009 - 21.30 Uhr

Botanischer Garten: Fledermaus lässt sich streicheln

Gießen (fd). An die tausend Besucher kamen gestern in den Botanischen Garten, der in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiert. Attraktion war aber eine Fledermaus, die sich streichen lässt.
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Als Landgraf Ludwig von Hessen 1609 der wenige Jahre vorher gegründeten Universität ein Stück Parkgelände zur Einrichtung eines Heilpflanzengarten überließ, ahnte er wohl nicht, dass 400 Jahre später der älteste botanische Universitätsgarten Deutschlands, dessen historische Teile noch immer Bestandteil der heutigen Anlage sind, rund 1000 Pflanzenfreunde zu seiner Jubiläumsfeier in den einstigen »hortus medicus« locken würde.

»Der Garten wird auch zentraler Bestandteil der Landesgartenschau werden«, versprach OB Heinz-Peter Haumann in seiner Eröffnungsrede zum »Tag der Offenen Tür«.

Wie eine solche Kooperation zwischen der klassischen Blumenschau und dem Wissenschaftsgarten aussehen werde? »Das sind noch ungelegte Eier«, erklärte Prof. Volker Wissemann, Leiter der universitären Grünanlage. "Wir haben uns zusammengeschlossen, um Ideen zu sammeln, denn die Durchführungsgesellschaft kümmert sich vorrangig um die eigentlichen Blumenpflanzungen 2014", zeigte sich Wilfried Behrens, Vorsitzender des neu gegründeten Fördervereins der Landesgartenschau, als Ansprechpartner. Unter anderem die Universität, die Fachhochschule, aber auch andere Institutionen planen, Kultur, Sport, Vereinsleben und eben auch den Botanischen Garten in einer Spange zwischen Lahn und Wieseck in die Schau zu integrieren.

Angetan von der Einbindung in die Pläne für 2014 zeigte sich auch Volkmar Wolters, Dekan vom Fachbereich Biologie und Chemie: »Wir wollen uns dem breiten Publikum noch weiter öffnen.« Während dafür in der nächsten » eröffnet wird, sorgte gestern schon ein anderes Projekt für einen regelrechten Besucheransturm: Eine Ausstellung zu Fledermäusen und Amphibien der Projektgruppe »Jugend schützt unsere Zukunft« lockte über den ganzen Tag mehr Zuschauer in das Alte Gewächshaus, als dieses eigentlich fassen konnte. Im Rahmen ihrer Lehrveranstaltungen hatten die rund 80 Studenten von Prof. Hans-Peter Ziemek Exponate entwickelt, die inbesondere den jüngeren Besuchern besondere Vertreter der Fauna näherbringen sollen: »Wir haben zum Beispiel einen Zipfelkrötenfrosch aus Südostasien und einen Feuersalamander«, zeigte sich der Biologie-Didaktiker stolz. Die Attraktion war jedoch eine Fledermaus, die sich bereitwillig streicheln ließ. Die Tiere sind noch bis zum 21. Juni jeweils zwischen 10 und 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr im Herzen Gießens zu bewundern.

In zahlreichen Führungen, an Ständen der Kakteenfreunde oder bei musikalischen Darbietungen des Bauerschen Gesangvereins, der Stadtkirchturmbläser und der Alphorndudler genossen die rund 1000 Besucher eine sonnige Feier zum 400. Jubiläum des Botanischen Gartens - Landgraf Ludwig und dem von ihm gegründeten Heilpflanzengarten sei Dank.

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Artikel vom 17.05.2009 - 21.30 Uhr
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