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Bogenbrückchen vom Schwanenteich wird nicht recycelt

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Artikel vom 12.11.2013 - 11.25 Uhr

Bogenbrückchen vom Schwanenteich wird nicht recycelt

Gießen (mö). Einst war es ein beliebtes Motiv für Hochzeitspaare, um romantische Fotos von dem großen Tag zu machen. Umso trauriger waren nostalgisch gestimmte Gießener, als vor zwei Jahren das kleine Bogenbrückchen am Schwanenteich abgebaut wurde, um Platz für die – mittlerweile fertiggstellte – rund 50 Meter lange Fußgängerbrücke zu machen.

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Nur noch Schrottwert hat das Bogenbrückchen vom Schwanenteich, das seit einem Jahr neben einem Spazierweg am Rand der Wieseckaue liegt. (Fotos: Schepp/Archiv)
Seitdem lag das Bogenbrückchen neben dem Spazierweg in Verlängerung der August-Messer-Straße und wartete auf eine Zweitverwertung.

Aber aus dem Recycling wird nichts, denn das Brückchen ist kaputt. »Die Standsicherheit kann nicht mehr garantiert werden, und eine Reparatur würde den Eigenwert übersteigen«, sagte am Montag auf Anfrage Landesgartenschau-Geschäftsführer Ludwig Wiemer. Kurzum: Das Brückchen wird verschrottet.

Ursprünglich war vorgesehen, den kleinen Steg zu nutzen, um die »neue« Oberlache zu überbrücken. Bei diesem Vorhaben bleibt es laut Wiemer auch, aber dann mit einer »leichteren Lösung«. Da das Brückchen nicht mehr standsicher ist, hätten mittlerweile auch Privatleute, die zunächst Interesse an einer Verwendung bekundet hatten, abgewinkt, fügte der LGS-Chef hinzu.

Gastro-Pavillon besprüht

Der hat momentan auch andere Sorgen und berichtete im GAZ-Gespräch von weiteren Vandalismus-Vorfällen innerhalb des künftigen Ausstellungsgeländes. Unter anderem sei der erst vor einigen Wochen aufgebaute Gastronomie-Pavillon – Stichwort »Palmencafé« – am Neuen Teich sogleich mit Farbe besprüht worden. Zwar kann man derzeit das Gelände noch durchqueren, zumal der Wegebau fast abgeschlossen ist, aber laut Wiemer werden diese Schlupflöcher demnächst geschlossen. Als Umzäunung wird aus Kostengründen größtenteils ein Bauzaun verwendet. Ausnahmen bilden die Eingänge, wo ein fester grüner Metallzaun mit Drehkreuzen aufgestellt wurde. Dies betrifft neben dem Quellgarten nun auch den Haupteingang und den Platz gegenüber der Technischen Hochschule.

Zurück zum Bogenbrückchen: Wer sich den Schwanenteich ansehen möchte, wie es dort vor der Umgestaltung aussah, kann dies auf der Internetseite der Gießen Marketing GmbH (www.giessen-tourismus.de) tun. Dort gibt es Stadtansichten von Gießen zu sehen, die von einer 360-Grad-Kamera aufgenommen wurden, darunter auch eine Sequenz vom Schwanenteich.

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Artikel vom 12.11.2013 - 11.25 Uhr
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Leserkommentare
(13.11.2013 01:07)
_Karl_
Verschrottung Bogenbrückchen
Besonders peinlich ist, daß dieses charmante Wahrzeichen der Stadt sinnloserweise durch eine m.E. deutlich weniger attraktive und viel teurere Brücke ersetzt wurde, anstatt es zu restaurieren! Man könnte alle Teiche der Wieseckaue in Gießen umwandeln, also jene kristallklaren Gewässer nach denen die Stadt Gießen m.W. heisst. Dies wäre bei Erhaltung der Bogenbrücke mindestens ebenso leicht möglich gewesen, es gab also m.W. KEINEN gewässerkundlichen Grund an der Brückengestaltung massive Änderungen vorzunehmen.
Um den Platz gegenüber der Technischen Hochschule zu schaffen wurde der dort entstandene Gießen ZUGESCHÜTTET !
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