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Bildungsmesse »Chance«: Die Zukunft selbst gestalten

Artikel vom 16.01.2012 - 08.18 Uhr

Bildungsmesse »Chance«: Die Zukunft selbst gestalten

Gießen (son). Von einem »betörenden Wachstum« schwärmte am Sonntag der Geschäftsführer der Messe Gießen GmbH, Roland Zwerenz bei der Eröffnung der Bildungs-, Job- und Gründermesse »Chance 2012«, die in den Hessenhallen dieses Jahr bereits in die fünfte Runde geht.

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Mitarbeiterinnen der Make-up-Schule Schäfer zeigen auch heute wieder in den Hessenhallen ihr Können. (Fotos: son)
»Mit 154 Ausstellern haben wir im Vergleich zum Vorjahr einen Ausstellerzuwachs von rund 30 Prozent zu verzeichnen«, sagte er. Das zeige, dass die Nachfrage nach Fachkräften und guten Auszubildenden für die Betriebe und Institutionen einen hohen Stellenwert genieße. »Hatten wir in unserem ersten Ausstellungsjahr 2008 noch einen Angebotsmarkt, so haben wir nun einen Nachfragemarkt, der dringend nach Auszubildenden sucht«, so Zwerenz.

Staatssekretär Dr. Herbert Hirschler, der die Messe am Sonntagvormittag feierlich eröffnete, gratulierte den Organisatoren zu der wachsenden Beliebtheit und Bedeutung der »Chance«. »Dem guten und frühzeitigem Kontakt zwischen Unternehmen und Schülern kommt eine ganz besondere Bedeutung zu«, meinte er. Das informelle Umfeld der Messe, ganz ohne Vorstellungsgesprächs-atmosphäre, mache es beiden Seiten leichter, aufeinander zuzugehen. »Außerdem hat man hier die Möglichkeit, sich über die große Vielfalt der Berufsfelder und Weiterbildungsmöglichkeiten in Mittelhessen zu informieren«.

+++ Fotostrecke zur Messe Chance 2011


Auf der Gießener »Chance« nutzten zahlreiche berufsberatende Institutionen wie die Agentur für Arbeit und die Handwerkskammer Wiesbaden, sowie große Ausbildungsunternehmen-und Betriebe wie Vitos, Schunk oder Rinn Beton und Naturstein die Messe als Plattform, um Schülerinnen und Schüler anzusprechen und über ihre Ausbildungsfelder zu informieren. Der zweite Schwerpunkt der Messe, »Bildung, Weiterbildung und Studium«, machte deutlich, dass Gießen eine Schul- und Studentenstadt ist. Dicht umlagert war beispielsweise der Messestand der Justus-Liebig-Universität. Die Studienberaterinnen konnten kaum Luft holen, informierten ausführlich über die zahlreichen Studiengänge und Abschlüsse an der Universität.

Eine eigene Messehalle war dem Thema Gründung und Selbstständigkeit gewidmet. Hier standen beispielsweise Vertreter vom Regierungspräsidium Gießen, der IHK Gießen-Friedberg oder der Wirtschaftsförderung der Stadt Gießen den potenziellen Existenzgründern Rede und Antwort.

Komplettiert wurde das Angebot durch zahlreiche Fachvorträge auf den Podien der verschiedenen Messehallen. So berichtete Saskia Bätzel vom Deutschen Roten Kreuz über das Freiwillige Soziale Jahr beim Rettungsdienst, Malte Hübner informierte über das Studium an der Technischen Hochschule Mittelhessen und Steuerberater Willi Reh gab Tipps zur optimalen Rechtsform für Existenzgründungen. Im Gründercafé schilderten Junggründer und Unternehmer ihre mitunter spannenden Werdegänge.

Eine positive Zwischenbilanz zog Petra Arndt, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit der Messe Gießen, am späten Sonntagnachmittag. »Wir werden 2012 sicher an den Vorjahreserfolg anschließen können«, sagte sie. Zu den genauen Besucherzahlen könne man naturgemäß erst nach dem zweiten Aus-stellungstag etwas sagen. Denn auch am heutigen Montag hat die Messe von 9 bis 18 Uhr ihre Pforten geöffnet. Neben den allgemeinen Messebesuchern werden 1300 angemeldete Schülerinnen und Schüler erwartet.

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