Gießen (kw). Seit 1999 gibt es den Benefiz-Stadtlauf zugunsten der Aids-Hilfe und der Lebenshilfe, längst hat sich der »Run’n Roll for Help« als Teil des Stadtfest-Rahmenprogramms etabliert. Trotz des Namens wird aber nicht mehr gerollt: Sowohl von den Rollstuhl- als auch von den Inliner-Wettbewerben haben sich die Organisatoren nun endgültig verabschiedet. Das sagte Klaus-Jürgen Weber von der Aids-Hilfe auf AZ-Anfrage.
Rennen mit »Handbikes« rund um den Brandplatz wird es beim »Run’n Roll for Help« nicht mehr geben. (Archivfoto: Schepp)
Im vergangenen Jahr hieß es, wegen der vielen Innenstadt-Baustellen könnten dieses Mal nur die Läufer starten. Nun erklärt Weber, die Strecke sei eigentlich für Rollstuhlsportler nie richtig geeignet gewesen: Sie sei zu kurz und führe um zu viele Ecken. Deshalb habe es immer nur vier bis acht Teilnehmer gegeben. Bei den Inlinern waren es zwar mehr, doch auch für sie gelte, dass der Aufwand bei der Absicherung zu hoch sei. Wo bei Läufern eine Absperrung per Flatterband reicht, müssten für die schnellen Teilnehmer auf Rädern und Rollen feste Zäune aufgestellt werden.
»Insgesamt waren wir - als ehrenamtlich arbeitende Organisatoren - damit überfordert«, so Weber. Das sehe auch die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung so. Beim Namen wolle man vorerst bleiben, denn: »Der Run’n Roll for Help ist ein Markenzeichen geworden.«
In diesem Jahr starten am Sonntag, dem 22. August, ab 15.30 Uhr die Walker. Dann folgen der Schülerlauf über einen Kilometer, der Fünf- und der Zehn-Kilometer-Lauf. An der Streckenführung werde noch getüftelt, so Weber, Näheres werde rechtzeitig bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben.
Nach Ärger Rückkehr zu Moderator Schmidt
Fest stehe bereits, dass wieder der Leichtathletik-Streckensprecher Arthur Schmidt den Lauf am Mikrofon begleiten wird. Im vergangenen Jahr sorgte ein anderer Moderator für Unmut, weil er launige Bemerkungen über das Gewicht einiger Teilnehmer machte, mit Hilfe der Startnummern teilweise sogar mit Namensnennung. Den Ärger der Betroffenen könne er nachvollziehen, so Weber: »Das war peinlich gerade für uns als Organisationen, die für Toleranz stehen.«