Gießen (ck). Mit einem positiven Eindruck ist Wohnbau-Geschäftsführer Volker Behnecke am Montag aus Köln zurückgekehrt. Dort hatten mit BIMA-Vertretern erste konkrete Verhandlungen über den vom Konsortium geplanten Ankauf der Dulles- und der Marshall-Siedlung stattgefunden.
Gießen (ck). Wir haben den Eindruck gewonnen, dass bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) die eindeutige Absicht besteht, mit dem Konsortium aus Wohnbau Gießen GmbH und Vivacon AG handelseinig zu werden.« Mit einem positiven Eindruck ist Wohnbau-Geschäftsführer Volker Behnecke am Montag aus Köln zurückgekehrt. Dort hatten mit BIMA-Vertretern erste konkrete Verhandlungen über den vom Konsortium geplanten Ankauf der Dulles- und der Marshall-Siedlung stattgefunden. Behneckes Fazit: Beim Preis liegen wir noch etwas auseinander, eine Einigung scheint jedoch machbar; eine Einschätzung, die von Karl-Ludwig Brückmann (BIMA Hessen) bestätigt wurde.
Wie der Abteilungsleiter Verkauf bei der BIMA in Frankfurt auf AZ-Anfrage mitteilte, seien unterschiedliche Preisvorstellungen zu Beginn solcher Verhandlungen völlig normal. Das Konsortium habe seine Kalkulation vorgestellt, die BIMA die Wertermittlungen des Bundes offengelegt - und da habe es noch unterschiedliche Ansätze gegeben, was bei solch komplexen Liegenschaften wie den ehemaligen Housing Areas der US-Armee eher die Regel denn die Ausnahme sei. »Und wenn wir nicht in der Lage wären, solche Differenzen zu lösen, hätten wir in der Vergangenheit keine einzige frei gewordene Immobilie verkauft«, sah auch Brückmann den kommenden Nachverhandlungen mit Zuversicht entgegen.
Und die sind Behnecke zufolge bereits terminiert. In etwa 14 Tagen wolle man sich nochmals treffen, nachdem zuvor in Gesprächen mit der BIMA und den Stadtwerken Gießen die künftige energetische Versorgung der Liegenschaften geklärt werden soll.
Zugeständnisse an die Vertreter der BIMA Hessen und Deutschland hat man nach Worten des Wohnbau-Geschäftsführers nicht gemacht. Schließlich sei bei den eingereichten Preisvorstellungen »kaum Spielraum«. Dennoch gab er sich zuversichtlich, dass die weiteren Verhandlungen, in denen auch noch andere Modalitäten wie beispielsweise Grenzverläufe angesprochen werden müssten, zum Ziel führen werden. Nach Beneckes Eindruck habe sich die BIMA Deutschland einen recht engen Zeitplan gesteckt, um zum Verkauf zu kommen.
Wie mehrfach berichtet, plant die städtische Wohnungsgesellschaft im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells gemeimsam mit der börsennotierten Vivacon AG den Erwerb der Dulles- und der Marshall-Siedlung mit ihren rund 580 Wohnungen. Ziel ist, nach der Entwicklung der Wohngebiete insbesondere jungen Familien mit mittleren Einkommen und Senioren ein möglichst breites Angebot an Eigentums- und Mietwohnungen unterbreiten zu können. Das Konzept sieht vor, dass Vivacon rund 160 neuwertige Wohnungen im Bereich der Marshall-Siedlung übernimmt und in Eigenregie vermarktet, während sich die Wohnbau auf den Bestand - vorwiegend in der Dulles-Siedlung - konzentriert, der zunächst saniert werden muss.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
halten Sie davon?