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Beginn des Internationalen Hochschulsommerkurses an der Universität gefeiert

Artikel vom 31.08.2010 - 23.15 Uhr

Beginn des Internationalen Hochschulsommerkurses an der Universität gefeiert

Gießen (son). Fröhliches und lautes Stimmengewirr drang am Montagabend aus dem Rektorenzimmer im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität. 71 junge Leute aus aller Herren Länder feierten dort gemeinsam mit Mitgliedern des Akademischen Auslandsamtes und der JLU den Beginn des Internationalen Hochschulsommerkurses.
Viel zu erzählen hatten sich die Teilnehmer des vierwöchigen Internationalen Hochschulsommerkurses, der am Montagabend im Rektor
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Viel zu erzählen hatten sich die Teilnehmer des vierwöchigen Internationalen Hochschulsommerkurses, der am Montagabend im Rektorenzimmer des Universitäts-Hauptgebäudes offiziell eröffnet wurde. (Foto: son)
Schon seit bald 30 Jahren bietet das Akademische Auslandsamt diesen vierwöchigen Kurs an, der es ausländischen Studierenden, Doktoranden und Gastwissenschaftlern erleichtern soll, sich im Gießener Stadt- und Universitätsleben zurechtzufinden. »Unsere Teilnehmerzahl wächst seit Jahren stetig«, freute sich Dr. Margot Schneider-März vom Akademischen Auslandsamt. Dieses Jahr seien beispielsweise junge Leute aus Brasilien, Tadschikistan, Japan und den USA dabei. Begrüßt wurden die Teilnehmer von der ersten Vizepräsidentin der JLU, Prof. Eva Burwitz-Melzer, die alle willkommen hieß und eine erfolgreiche und spannende Studienzeit in Gießen wünschte.

Nach dem offiziellen Teil stehen alle noch in Gruppen beisammen, plaudern und trinken Sekt oder Orangensaft. Aus insgesamt 27 Ländern kommen die Teilnehmer in diesem Jahr. Sie werden in den nächsten Wochen viel Deutsch pauken und gemeinsam mit studentischen Mentoren die Stadt und die Universität kennen lernen. Workshops wie Tanzen, Theater und Kochen sowie gemeinsame Exkursionen sollen das Gemeinschaftsgefühl stärken und die Basis schaffen für einen angenehmen und unvergesslichen Aufenthalt in Gießen.

Eine von neun studentischen Mentoren ist die 27-jährige Melanie Halpap. Sie kümmert sich bereits seit fünf Jahren um die Sommerkursler und macht es gerne. »Wir holen sie vom Bahnhof ab, kümmern uns um Unterkunft und notwendige Ämtergänge«, erzählt sie. Gemeinsam geht man einkaufen, essen, macht eine Stadtführung und sitzt abends auch mal zusammen in einer Studentenkneipe. »Hier soll sich niemand einsam fühlen«, sagt Halpap. Auch für sie sei das Kennenlernen so vieler neuer Leute und anderer Kulturen ein Gewinn. »Jeder bringt ja etwas mit, bereichert den anderen.« Und manche Verbindungen und Freundschaften bleiben. »Ich habe vor drei Jahren hier einen Australier kennengelernt und durfte vergangenes Jahr bei einer Reise nach Australien und Neuseeland bei dessen Familie übernachten«, erzählt sie.

Der 20-jährige Kevin Kelly aus Milwaukee in Wisconsin wird für ein Jahr in Gießen bleiben. »Ich werde hier Germanistik und Spanisch studieren«, sagt der hochgewachsene US-Amerikaner auf Deutsch. Er möge die deutsche Sprache sehr und habe sie witzigerweise durch Indiana-Jones-Filme kennengelernt. »Ich fand das irgendwie cool und wollte die Sprache unbedingt lernen«, sagt er. Den Sommerkurs findet er klasse und Gießen habe wirklich viel zu bieten. »Ich freue mich auf die Zeit hier.«

Daniel Hartley kommt aus England und wird hier seine Doktorarbeit am Graduate Centre for the Studies of Culture schreiben. »Ich möchte meine Deutschkenntnisse noch weiter verbessern«, meint der 25-Jährige, der eine deutsche Freundin hat und begeistert ist, durch den Kurs so viele interessante Menschen kennenzulernen.

Mentorin Melanie Halpap wird im nächsten Jahr die andere Seite kennenlernen. Denn sie wird für längere Zeit nach Neuseeland aufbrechen, um dort ihre Doktorarbeit zu schreiben. »Hoffentlich gibt es auch an der Uni in Neuseeland so etwas wie den Internationalen Sommerhochschulkurs«, meint sie lächelnd.

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Artikel vom 31.08.2010 - 23.15 Uhr
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