Baustelle »Dach-Café«: Bei Zollkontrolle »Illegalen« festgenommen
Gießen (kan). Ein Kroate wurde am Donnerstag bei einer Razzia des Hauptzollamtes auf der Baustelle am »Dach-Café« festgenommen, weil er wohl illegal in Deutschland arbeitet. 25 Zollmitarbeiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit überprüften insgesamt 101 Personen, davon waren 97 angestellt und vier selbstständig.
Umfangreiche Kontrollen nahmen die Mitarbeiter der Zollbehörde vor. (Foto: Schepp)
Sie arbeiten für 30 Firmen, die hauptsächlich im Trockenbaubereich tätig sind. Einen konkreten Verdacht als Anlass für die Kontrolle habe es nicht gegeben, sagte Sprecher Michael Bender, die Aktion sei eine Routinemaßnahme gewesen.
Das Zollamt wurde von drei Spezialisten der Gießener Polizei unterstützt. Die Aufgabe der Dokumentenprüfer bestand darin, die Ausweise der kontrollierten Arbeiter auf ihre Echtheit hin zu untersuchen.
Bei dem Kroaten, der bei einem Unternehmen aus dem Rhein-Main-Gebiet beschäftigt war, wurden die Zollmitarbeiter fündig: er konnte keinen gültigen Aufenthaltstitel vorweisen und steht unter dem Verdacht, sich verbotenerweise in Deutschland aufzuhalten. Er wird der Ausländerbehörde überstellt, ihm droht jetzt die Abschiebung in sein Heimatland.
Gegen seinen Arbeitgeber wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, teilte Bender mit. Die Staatsanwaltschaft wird überprüfen, ob sich die Firma der illegalen Beschäftigung schuldig gemacht hat. Von den übrigen Arbeitern wurden die Daten aufgenommen, die nun ausgewertet werden müssen. Das Hauptzollamt wird untersuchen, ob die Beschäftigungsverhältnisse ordnungsgemäß gemeldet sind oder ob Schwarzarbeiter bei der Sanierung des Dach-Cafés helfen. Es wird noch einige Tage dauern, bis konkrete Ergebnisse vorliegen.
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