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Bahnhof: Stadt kauft Flächen für Busumfahrung

Artikel vom 04.03.2010 - 23.30 Uhr

Bahnhof: Stadt kauft Flächen für Busumfahrung

Gießen (mö). Die Stadt stellt weitere Weichen zur Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Im Geschäftsgang des Stadtparlaments befindet sich ein Antrag des Magistrats auf Ankauf von zwei Teilflächen, die zur Neuen Post gehören.
Immer um den Block herum - So sieht die Planung für die Busumfahrung am Bahnhof aus. Rechts die Neue Post, von deren Grundstück
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Immer um den Block herum - So sieht die Planung für die Busumfahrung am Bahnhof aus. Rechts die Neue Post, von deren Grundstück die Stadt Flächen benötigt. Der Busverkehr (gelbe Pfeile) wird gegen den Uhrzeigersinn geführt. Haltepunkte sind in der Umfahrung (für die Stadtbusse) und vor »Mr. Jones« (für den Regionalverkehr) vorgesehen. Der Vorplatz bleibt autofrei.
Es geht zwar nur um gut 90 Quadratmeter, aber die werden unbedingt gebraucht, damit die geplante Busumfahrung realisiert werden kann. Der Flächenbedarf beruhe auf einer Berechnung der Radien, die die Busse benötigten, um die Kurven nehmen zu können, erläuterte Planungsdezernent Thomas Rausch.

Laut Vorlage kauft die Stadt von der Lorac Investment Management aus Luxemburg. Der Fonds hatte im Jahr 2008 der Post AG über 1200 Immobilien abgekauft, darunter die Neue Post an der Bahnhofstraße mit den Adressen 82, 84 und 86 (die AZ berichtete). Der Fonds habe sich bereiterklärt, die benötigten gut 90 Quadratmeter abzugeben. Platz braucht die Stadt nämlich nicht nur für die Fahrbahn, sondern auch für einen Rad- und Gehweg.

Die Planung für den Bahnhofsvorplatz sieht eine Busumfahrung gegen den Uhrzeigersinn vor. Eingefahren werden soll von der Bahnhofstraße nach rechts in die Straße, die zwischen Neuer Post und jenem Häuserblock hindurchführt, zu dem neben einigen Geschäftshäusern das Sozialgebäude der Bahn sowie das Gastronomieobjekt »Mr. Jones« gehören. Vor »Mr. Jones« ist der Bushaltepunkt für den Regionalverkehr vorgesehen, während der eigentliche Vorplatz vom ÖPNV und dem Pkw-Verkehr freigehalten werden soll. Die Stadtbusse sollen einen Haltepunkt in der Umfahrung erhalten, der direkt an den Gleisen liegt.

Ein besonderes Problem stellt ein unterirdischer Bunker dar, der sich direkt unter der Umfahrung befindet. Dieser offenbar recht große Schutzraum, der kaum einem Gießener bekannt sein dürfte, ist wohl während des Kalten Krieges gebaut worden, um Bahnreisenden im Fall von Luftangriffen einen Unterschlupf zu bieten. »Der ist derart massiv, dass er nicht wegzukriegen ist«, berichtete Rausch. Er hofft, dass die notwendigen Tiefbauarbeiten trotz dieser Hinterlassenschaft durchgeführt werden können.

Was wird aus historischer Treppe?

Zudem kündigte der Fachdezernent für die nächste Sitzung des Bau- und Planungsausschusses am kommenden Dienstag eine Vorstellung von verschiedenen Lösungsmöglichkeiten für den Aufgang zum Steg über den Oberhessischen Bahnhof an. Mit einiger Spannung werden die Aussagen zur Zukunft der historischen Sandsteintreppe erwartet, die sich in einem sehr schlechten Zustand befindet. Im vergangenen Jahr war das Bauwerk noch einmal einer Untersuchung unterzogen worden.

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Artikel vom 04.03.2010 - 23.30 Uhr
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