BKA-Experte und Staatsanwalt referierten über Kinderpornografie
Und genau über diese vier Wände kommen die Ermittler den Tätern häufig auf die Spur. »Uns interessiert nicht die Tat, sondern was ein Bild sonst noch zeigt«, erklärt der Experte. May machte es an ausgewählten Beispielen klar. Bilder, die 2001 zunächst in Schweden aufgetaucht waren, zeigten ein kleines Mädchen beim Oralverkehr. Im Hintergrund eine Computertastatur, wie es sie nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz gab. Weitere Details auf anderen Bildern der Serie wie das Eis eines bekannten Herstellers, das es aber nur in Österreich zu kaufen gab, und der Zauberkasten eines ebenso bekannten Spielwarenproduzenten deuteten ebenfalls auf den deutschsprachigen Raum hin. Letztlich wurde der Täter aus dem Vorarlberg mithilfe einer Öffentlichkeitsfahndung ausgemacht. In einem anderen Fall konnte ein solcher identifiziert werden, weil im Hintergrund eines Videos die Werbung eines bestimmten Radiosenders lief und der Täter den Namen des Kindes nannte. »Ein »paar Klicks bei Google«, erinnerte sich May, und die Behörde hatte ihren Mann.
Dennoch blüht der Handel mit immer neuen Bildern. Was also dagegen tun? Eine Möglichkeit ist das »Access Blocking«. Zu diesem Zweck hat das BKA bereits Verträge mit mehreren großen Providern abgeschlossen. Denn: Der Großteil der Kinderpornografie wird über kommerzielle Webseiten verwaltet. Gerät eine solche in Verdacht, wird dies von der Polizei überprüft. Bestätigt sich die Vermutung, landet die Seite auf einer Sperrliste, und die Provider erschweren ihren Nutzern den Zugriff darauf. Das Land Norwegen blockt laut Kind auf diese Art und Weise bis zu 18 000 Zugriffe täglich. Jeglicher Kritik am »Access Blocking« - es sei wirkungslos oder ein Einstieg in die Zensur - entgegnet Kind so: »Jeder verhinderte Zugriff auf solches Material wäre ein Gewinn.«
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
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