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BI: LGS-Besucherziel nicht zu erreichen

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Artikel vom 31.07.2014 - 16.11 Uhr

BI: LGS-Besucherziel nicht zu erreichen

Gießen (pm). In Reaktion auf die von Stadt und Landesgartenschau-Gesellschaft vorgelegte Halbzeitbilanz der Großveranstaltung hat die Bürgerinitiative (BI) »Stoppt diese Landesgartenschau« nun ihrerseits auf die ersten LGS-Monate zurückgeblickt und dabei viel Kritik geübt.

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Die BI kritisiert unter anderem die Verteuerung von Begleitmaßnahmen wie hier dem neuen Verkehrsübungsplatz. (Foto: mö)
© Burkhard Moeller
So sei die im Vorfeld von den Organisatoren kalkulierte Zahl von 700 000 Besuchern nicht mehr zu erreichen. »Weit weniger als die angestrebte Hälfte haben bisher ein Ticket erworben«, heißt es in einer Erklärung der BI. Nach rund 100 Tagen seien lediglich etwa 280 000 Besucher zu verzeichnen.

Nicht nur während der Planungsphase habe es Pannen gegeben, auch während der Dauer verzeichne die Schau »zahlreiche Pleiten«. Als Beispiel führt die BI unter anderem die schleppende Fertigstellung vieler Begleitmaßnahmen ins Feld. Weiterhin sähen die Besucher des Lahnfensters zwar keine Fische, aber dafür ein Hinweisschild, dass die Bootsgasse »aufgrund von Wartungsarbeiten« geschlossen sei. Dabei sei die Lahn einer der am stärksten von Bootstouristen frequentierten Flüsse Deutschlands. Seit Monaten gebe es zudem Hinweise, dass der LGS-Caterer in der Wieseckaue nicht nur Personal aus den baltischen Staaten anwerbe, sondern dieses auch noch mit Dumping-Löhnen bezahle. Trotz Anfragen im Magistrat und Nachfragen des DGB sei dazu bis heute keine Stellungnahme durch die Gartenschau-Gesellschaft oder den Magistrat erfolgt. Auch zeige sich der aufwendig gebaute Quellgarten bisher nur als ein »algenreiches Rinnsal«. Ein ähnliches Bild biete sich an der renaturierten Oberlache.

Darüber hinaus sei Anwohnern der Ringallee für das vergangene Jahr eine erhöhte Straßenreinigungs-Gebühr in Rechnung gestellt worden, obwohl in diesem Jahr wegen der Großbaustelle die Gehwege nicht vorhanden gewesen seien und somit keinerlei Reinigung stattgefunden habe.

Daneben bleiben nach Ansicht der BI eine Reihe offener Fragen. So sei noch nicht geklärt, was mit den noch ausstehenden Naturausgleichsmaßnahmen sei. Bisher seien von den knapp 200 Neuanpflanzungen von Bäumen lediglich 120 ausgeführt worden.

Aus Sicht der BI ist zudem noch unklar, wie die diversen Kostensteigerungen, entstanden unter anderem beim Neubau des Verkehrsübungsplatzes, dem Kreuzungsumbau an der Ostanlage oder am Mühlengarten, aufgefangen würden. Und auch die versprochene Rückkehr des Hochzeitsbrückchens vom Schwanenteich ins Stadtbild lasse auf sich warten.

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Artikel vom 31.07.2014 - 16.11 Uhr
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Positive Halbzeitbilanz zur Landesgartenschau
Leserkommentare
(04.08.2014 22:37)
test
Jammer, Jammer, Heul
Die Politiker sind so gemein. Früher war alles viel besser. Die Politiker denken nur an ihre Diäten. Jammer, jammer, heul.
(04.08.2014 20:23)
wolf
Verantwortung durch die Macher
Die Öffentlichkeitsarbeit der LGS-GmbH ist "unter aller Kanone".
Abgesehen von der lange Zeit nicht existenten Wegweisung ist auch das Werbe-/Infomaterial, welches zu diesem Event geboten wird, dürftig, fehlerhaft, unvollständig und sehr überschaubar.
Da haben andere zur Zeit stattfindende Gartenschauen wesentlich tiefer in die Schatulle gegriffen.
Sich zurücklehnen und darauf hoffen, dass die Besucher "vom Himmel fallen" zeugt von wenig Professionalität.
(04.08.2014 15:58)
Ungehalten
@comment
man hätte mehr daraus machen können, an besucherzahlen wie einnahmen...
bei dem preisgefüge bleibt die akzeptanz vieler interessenten auf der strecke. die leserumfrage in der GA zeigt auf, wie wenig die LGS befürworten. klar kann man es nicht allen recht machen, die schlechte quote müssen die initiatoren mitverantworten...
(04.08.2014 14:06)
AEG
welches Ziel wird erreicht ?
das man das geplante Defizit von 2,6 Millionen Euro nicht überschreitet ?
Feiern ohne Geld in der Tasche und sich dann noch auf die Schultern klopfen wenn das erwartete Minus nicht mehr wird, ist eine Frechheit gegenüber Steuer zahlender Bürger.
(04.08.2014 12:30)
Comment65
Sehr witzig
Ist schon sehr witzig wie sich in den Kommentaren über das voraussichtliche Nichterreichen der Besucheranzahl echauf­fiert wird, aber absolutes Schweigen darüber herrscht, dass das geplante Einnahmeziel voraussichtlich erreicht wird. Das lässt tief blicken...
(03.08.2014 12:54)
Snufkin
Pflichtbesuche
Nach den Sommerferien werden wohl, wie damals in Bad Nauheim (die leiden noch heute an den LGA-Schuden), Schulklassen zu einem Pflichtbesuch verdonnert.
Diese Pleite war vorauszusehen.
(01.08.2014 20:17)
wolf
Wegweisung?
Was bitte hat z.Bsp. ein zur Jahreswende 2011/12 durchgeführtes Bürgerbegehren mit dem noch 4 Wochen nach der Eröffnung nur lückenhaft vorhandenen Wegweisungs-System zu tun? Wenige Tage nach der ersten Kritik am fehlenden Leitsystem war in der Lokalpresse zu lesen, man arbeite schon seit eineinhalb Jahren daran. In diesem Zeitraum hätte man die Beschilderung an sämtlichen BABs austauschen können.
Einfach nur peinlich und zum Fremd-Schämen.
(01.08.2014 16:59)
Ungehalten
700hunderttausend ?
700hunderttausend ? zahlende Besucher ? wohl eher nicht, in der Rechnung sind bestimmt die mehrfachen Besuche der Dauerkarteninhaber eingerechnet. Die Schulklassen und Studenten oder Ehrengäste sind lediglich Teilzahler oder kostenfrei eingerechnet.
Eigentlich die beste Zeit für Preisaktionen, einen Wochentag ausloben wo eh meist tote Hose ist und das, Tagesticket für die Hälfte rausgeben...nicht erst in den Abendstunden.
Bessere Werbung hätte gut getan, denn die Wenigsten habens kapiert, das sie mit dem Ticket kostenfrei ins städtische Frei-Bad können, ein 5.-Euro- gutschein vom orangefarbenen Biber-Baumarkt dabei ist, die Comedy- und Kino-Veranstaltungen nix extra kosten...Die Versäumnisse in der Werbung sind unentschuldbar, fehlende Kommunikation allenthalben...
Und der Caterering-Betreiber ist mit seinem Handling wenig positiver Imageträger, wenn die Vorwürfe zutreffen.
(01.08.2014 11:30)
wolf
Populismus?
zu test (31.07.2014 16:36) - tiefe Falten im Gesicht und Magengeschwüre sollten sich zwischenzeitlich bei den für diese Veranstaltung Verantwortlichen eingestellt haben. Aber leider wird dies nicht eintreten, da diese durch ihren Größenwahn gegen solche Widrigkeiten immun sind.
Es geht hier nicht um Nörgelei oder Gejammer, sondern das Aufzeigen von Missständen, die von unseren »Volksvertretern(-innen)« verursacht wurden und werden und die sich dann gelassen zurücklehnen um sich mit den Phrasen »...das war ja gar nicht absehbar... u.ä.« aus der Verantwortung zu stehlen!
zu Comment65 (01.08.2014 08:09) - Guter Versuch!
FRECH ist lediglich, die Verantwortlichkeit fortwährend der BI anzulasten, denn die Fertigstellung der im obigen Beitrag angesprochenen Projekte hat nicht das Geringste mit einem Bürgerbegehren oder Unterschriftensamm-lungen zu tun.
POPULISMUS ist, die Klagen vor dem Verwaltungsgericht als Vorwand für das Unvermögen der Planer und Bauverantwortlichen anzuführen.
»...mit Dreck nach anderen Leuten werfen, damit etwas kleben bleibt.«
Dies wäre pure Zeitverschwendung, da die Betroffenen so aalglatt sind, dass noch nicht mal Sekundenkleber haftet.
(01.08.2014 10:08)
Max Mustermann
Richtig so
Dem Beitrag von Comment65 ist meines Erachtens nichts hinzuzufügen. Genau so sieht's aus!
(01.08.2014 08:09)
Comment65
'Mal abwarten
1. Nicht die Zahl der Besucher ist entscheidend, sondern ob der geplante finanzielle Rahmen eingehalten wird. Hierüber kann jedoch erst nach Abschluss der LGS befunden werden. Alles andere ist zum jetzigen Zeitpunkt pure Kaffeesatzleserei.
2. Die schleppende Fertigstellung der Begleitmaßnahmen ist kritisieren, die man als BI indirekt zu verantworten hat ist frech. Durch die Klage der BI vor den Verwaltungsgerichten und die Einholung der Unterschriften für das Bürgerbegehren kam es zu erheblichen zeitlichen Verschleppungen, so dass man am Ende die Ressourcen auf die wichtigsten Maßnahmen konzentrieren musste. Dies im Nachhinein zu kritisieren ist reiner Populismus.
3. Welche Hinweise? Behaupten kann man viel - wo sind die Beweise? Liebe BI man wirft nicht mit Dreck nach anderen Leuten in der Hoffnung, dass etwas kleben bleibt.
(31.07.2014 22:18)
Jerol
Wen wunderts?
wenn Politiker Zahlen nennen , glaube ich das nur, wenns von unabhängiger Seite verifiziert wurde.
Bin schon gespannt wo ich als nächstes ausgepresst werde.
Schade, dass das schönen der Kalkulation keine Straftat ist, sonst läge morgen schon eine mehrseitige Anzeige bei der Polizei vor. Das die mich für blöd verkaufen, geht mir am A,,, vorbei. Wenns an meinen Geldbeutel geht nehm ichs persönlich. Naja irgendwann sind ja wieder Wahlen da kann ich mich dann legal rächen :-)
(31.07.2014 16:43)
hesse
Meckern können sie ganz gut,
aber sonst noch irgendetwas?
(31.07.2014 16:36)
test
Die Nörgler ...
... sind wieder unterwegs. Macht das eigentlich Spaß, den ganzen Tag rumzujammern? Wahrscheinlich haben die tiefe Falten im Gesicht und Magenschmerzen. Irgendwann sind sie tot, aber dann können sie wenigstens sagen: wir haben viel und gerne gejammert.
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