Ausstellung mit Wettbewerbsbeiträgen zur Landesgartenschau eröffnet
Gießen (mö). Auf den großen Lageplänen sind sie gut auszumachen, aber auf den am Computer enstandenen Bildern sind sie teilweise kaum noch wiederzuerkennen. Die Rede ist von der Lahn- und Wieseckaue und was aus ihnen beim Landschaftsarchitekten-Wettbewerb für die Landesgartenschau 2014 geworden ist. Seit Donnerstagabend sind die Gewässer-Visionen für Gießen in der Kunsthalle des neuen Rathauses zu besichtigen.
Großer Andrang herrschte am Donnerstagabend bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus. Bis zum kommenden Freitag (12. Februar) werden die Visionen für Lahn und Wieseckaue zu sehen sein, werktags von 10 bis 18 und am Wochenende bis 20 Uhr. (Fotos: Schepp)
Gleich zur Eröffnung waren über 200 neugierige Gießener gekommen, um sich anzuschauen, wie ihre beiden Naherholungsräume in rund viereinhalb Jahren aussehen könnten. Die Arbeiten von 27 Landschaftsarchitekten aus Deutschland und der Schweiz sind werden präsentiert, darunter mit dem Gießener Büro Sommerlad, Haase und Kuhli sowie dem Erfurter und Biebertaler Büro PSL zwei heimische, die allerdings nicht im Vorderfeld landeten. Wie berichtet, gingen die ersten Preise für die Gestaltung der Wieseckaue und der Lahnaue nach Berlin an die Büros Geskes + Hack sowie a 24-landschaft Berlin. Die Jury vergab weitere sechs Preise; fünf Arbeiten werden angekauft. Ausgelobt waren fast 150 000 Euro an Preisgeld.
Bei einem ersten groben Überblick konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Preise an Büros gingen, deren Entwürfe sich nicht ganz weit von der heutigen Realität und den finanziellen Möglichkeiten der Stadt entfernt haben. Einige spektakuläre Konzeptionen blieben unprämiert. »Das sind ja wilde Sachen dabei«, staunte ein Magistratsmitglied über die ein oder andere Idee.
Planungsdezernent Thomas Rausch, der die Gäste der Vernissage zunächst im Konzertsaal begrüßte, sprach von einem »Meilenstein auf dem Weg nach 2014«. Mit dem Wettbewerb und seiner Aufgabenstellung habe man die Planerszene herausgefordert, um »kreative und zugleich wirtschaftliche Lösungen« zu erhalten. Rausch betonte, dass der nächste Schritt, die Vergabe des Auftrags zur Planung der beiden Kernzonen Lahn- und Wieseckaue, »kommunalpolitisch legitimiert« durch das Parlament getan werde. Aber zuvor stehe die Stadt »am Beginn einer öffentlichen Debatte, der wir uns nicht verschließen können und wollen«.
Der Stadtrat lud die Bürgerschaft nicht nur zur Preisverleihung an diesem Samstag ab 14 Uhr in die Uniaula ein, sondern auch zu zwei weiteren Veranstaltungen rund ums Thema Landesgartenschau. Heute um 18 Uhr wird im Atrium des Rathauses die Ausstellung »Ornamentalistik der Pflanzen« des Fotografen Martin Lehmann-Ebenig eröffnet, und in der kommenden Woche bietet das städtische Büro zur Landesgartenschau zwei Führungen durch die Ausstellung der Wettbewerbsentwürfe ein. Termine: Mittwoch um 17 Uhr und Freitag um 18 Uhr.
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