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Arbeitvertrag für Ex-OB Haumann: CDU geht auf Distanz

Artikel vom 09.02.2010 - 22.00 Uhr

Arbeitvertrag für Ex-OB Haumann: CDU geht auf Distanz

Gießen (mö). Die Gießener CDU geht auf Distanz zum Arbeitsvertrag, den der frühere Oberbürgermeister Heinz-Peter Haumann (CDU) von der stadteigenen Wohnbau GmbH erhalten hat (die AZ berichtete). Er und seine Fraktionskollegen hätten von dieser Verpflichtung am Dienstag »aus der Zeitung erfahren«, sagte Fraktions- und Parteichef Klaus Peter Möller in einem Gespräch mit der AZ.
Wohnbau-Chef Behnecke (l.) und OB Haumann 2006 bei einem Pressetermin.	(Foto: srs)
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Wohnbau-Chef Behnecke (l.) und OB Haumann 2006 bei einem Pressetermin. (Foto: srs)
Die Verpflichtung des Ex-OB sei weder von der heimischen Union befördert worden, noch habe man davon gewusst, versicherte Möller und fügte hinzu: »Den Schuh ziehe ich mir nicht an.«

Möller teilt nicht nur die Einschätzung dieser Zeitung, dass Haumann und Wohnbau-Geschäftsführer Volker Behnecke die Sache offensichtlich »unter sich« ausgemacht hatten, sondern er sieht die Konstellation auch kritisch. Insofern stimme er (Möller) den Äußerungen von Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) ausdrücklich zu. Für deren Unmut habe er Verständnis.

Grabe-Bolz hatte am Montag gegenüber der AZ erklärt, ebenfalls nichts von der Verpflichtung ihres Vorgängers durch die Wohnbau gewusst zu haben. Davon erfahren habe sie erst nach der Übernahme des Vorsitzes des Aufsichtsrats, dem der Vertrag nicht zur Genehmigung vorgelegt worden sei, weil dies die Geschäftsführung in solchen Fällen nicht müsse.

Wohnbau-Chef Behnecke hatte bestätigt, dass Haumann für ein halbes Jahr Projekte im Zusammenhang mit der Umnutzung der früheren US-Wohnsiedlungen betreuen soll. Unter anderem gehe es um die Weiterbearbeitung von Förderanträgen.

Dem Vernehmen nach soll Haumann, der im Dezember als OB und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wohnbau ausgeschieden war, für das halbe Jahr knapp 20 000 Euro erhalten.

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Artikel vom 09.02.2010 - 22.00 Uhr
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Leserkommentare
(10.02.2010 21:07)
chris
Lieber Herr Haumann..
... egal, was Sie machen: Ihnen klebt irgendwie das Pech an den Händen. Man kriegt richtig Mitleid!
(10.02.2010 17:32)
Linguas
Business as usual
In der Tat wäre es mal eine Überraschung, wenn in der Stadtpolitik ein Vorgang einmal ohne ein gewisses Geschmäckle ablaufen würde.
(10.02.2010 10:55)
Harry
Autsch Teil 2
20.000? für sechs Monate? Macht ungefähr 3333 pro Monat. Nette Summe. Ich wette es findet sich in Gießen ein arbeitsloser "Akademiker" oder anders befähigter Mensch, der die "Förderanträge" für die Hälfte bearbeiten würde.
Stadtpolitik regt schon ein wenig zum Schmunzeln an :))
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