Gießen (pm). In Mittelhessen ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar erneut angestiegen. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Gießen waren im Januar 2010 insgesamt 22 946 Personen arbeitslos gemeldet. Die Quote liegt bei 7,3 Prozent (plus 0,1 Prozent), bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Dies entspricht 177 Arbeitslosen mehr als im Januar. Im Februar vor einem Jahr waren noch 1086 Erwerbslose mehr gemeldet. Die Quote betrug seinerzeit 7,6 Prozent.
Im Kreis Gießen fiel die Zahl der Arbeitslosen geringfügig auf 10 762 Personen. Die Quote verblieb damit unverändert bei 8,1 Prozent. Im Februar 2009 hatte die Quote noch 8,8 Prozent betragen.
»Saisonbedingt ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar erneut leicht gestiegen, bleibt aber deutlich unter den Vorjahreswerten«, kommentierte Eckart Schäfer, der Leiter der Agentur für Arbeit in Gießen, die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung. »Im Februar 2009 waren gut 1000 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Erfreulich ist auch die erneut gestiegene Zahl der gemeldeten Arbeitsstellen. Hier wurde der gute Vormonatswert erneut überschritten.«
Der Agentur für Arbeit Gießen sowie den Arbeitsgemeinschaften des Kreises Gießen und der Wetterau meldeten Betriebe und Verwaltungen im Februar insgesamt 1156 neue Arbeitsstellen. Dies waren 163 Stellen mehr als im Vorjahresvergleich. Das entspricht einem Plus von 16,4 Prozent. Mit 2534 offenen Stellen lag der Bestand 6,9 Prozent über dem Vorjahreswert.
Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei den Geschlechtern fiel im Februar unterschiedlich aus. Die Zahl der arbeitslosen Männer stieg im Februar um 282 auf 13 109. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vormonat um 2,2 Prozent, so dass im Agenturbezirk Gießen 7,8 Prozent Männer arbeitslos gemeldet waren.
Im gleichen Zeitraum fiel die Zahl der arbeitslosen Frauen um 105. Damit waren im Februar 9837 Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Quote von 6,7 Prozent, ein Minus von 1,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Arbeitslosenquote der Frauen betrug im Vorjahresmonat 7,3 Prozent und der Männer 7,8 Prozent. Weiterhin ist ein anhaltender Rückgang der arbeitslos gemeldeten Frauen erkennbar.
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