An die 10 000 Besucher bei "Straße der Experimente"
Gießen (olz). Schätzungsweise 10 000 Besucher, darunter zahllose Kinder, kamen am Sonntag zur neuerlichen »Straße der Experimente« des Mathematikums. An 40 Stationen entlang der Liebigstraße konnten sie Versuche und Demonstrationen von Vereinen, Unternehmen, Hochschuleinrichtungen, Schulen und Privatpersonen bestaunen.
Es herrschte zwar kein strahlender Sonnenschein beim Auftakt des Höhepunkts der Gießener Wissenschaftstage. Doch stoppte gestern Vormittag der Nieselregen pünktlich zum Beginn der diesjährigen »Straße der Experimente«. Bei angenehmen Temperaturen konnten erneut schätzungsweise 10 000 Besucher, darunter zahllose Kinder, an 40 Stationen entlang der Liebigstraße Versuche und Demonstrationen von Vereinen, Unternehmen, Hochschuleinrichtungen, Schulen und Privatpersonen bestaunen. Neben wissenschaftlichen Vorführungen gab es Einblicke hinter sonst verschlossene Türen der Alltagswelt, etwa eines Rettungsdienstes, oder auch in die Trickkiste der Theatermacher.
Dicht an dicht drängelten sich die Besucher an den Ständen rund um das Mathematikum. Durch Zelte sicherheitshalber vor Regen geschützt, wurden vielfältige Einblicke in Natur- und Geisteswissenschaften, aber auch in die Pädagogik, berufliches Alltagsleben oder die Erzeugung von Energie geboten. Wie werden Regen, Donner und Sturm im Theater gemacht? Welche Möglichkeiten bietet der Computer dem Arzt zur Diagnose? Oder auch: Wie gelingt es, in Kindern und Jugendlichen den Teamgeist zu wecken? Bei der »Straße der Experimente« wurden Neugierigen diese Fragen beantwortet.
»Wir sind hier, weil wir das Interesse am Theater wecken und Schauspielkunst zum Anfassen präsentieren wollen«, erklärte Alexandra Liskina vom Gießener Stadttheater. Neben einer Windmaschine oder »Donnerblechen«, mit denen »Unwetter« während der Vorführung erzeugt werden, gab es auch Erklärungen zur Bühnentechnik, beispielsweise der Funktionsweise des Theatervorhangs. Besonders begeistert zeigten sich vor allem die Kleinen von der Windmaschine, bei der mit einer Kurbel eine große, mit einem breiten Riemen umspannte Trommel in Bewegung gebracht wird. Das Geräusch, das entsteht, vermittelt den Eindruck eines tosenden Orkans.
Optische Täuschungen und Phänomene und Versuche mit der Mikrowelle zeigte die Liebigschule an ihrem Stand. Betreut von den Physiklehrern Markus Kettler und Volker Reichard, konnten Kinder unter anderem Figuren nach ihrem Spiegelbild zeichnen oder lernen, dass eine mit Wasser gefüllte Flasche wie eine optische Linse wirkt. Chemielehrerin Carmen Sondergeld demonstrierte, dass mit der Mikrowelle eine Glühbirne zum Leuchten gebracht oder auch Messing hergestellt werden kann.
Unter dem Motto »Erneuerbare Energien/Energieeinsparen« war auch die Lokale Agenda 21-Gruppe »Energie« vertreten. Auf einem wie ein Fahrrad aufgebauten Tretgenerator konnten Besucher selbst Strom erzeugen. Den unter Mühen entstandenen rund 40 Watt wurde zur Verdeutlichung die Leistung eines ein Quadratmeter großen Photovoltaikmoduls gegenüber gestellt, das mit der Kraft der Sonne rund 130 Watt erzeugt. Da unter anderem bei der Aluminiumherstellung große Mengen Strom gebraucht werden, wurde im Anschluss errechnet, wie lange ein Mensch auf dem Fahrrad hätte trampeln müssen, um ein kleines Stück Alufolie herzustellen.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
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