Amtsleiter Horst-Friedhelm Skib wird Planungsreferent der OB
Gießen (mö). Einen »Übersetzer für mich in Fachfragen der Stadtentwicklung« nennt Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz (SPD) einen neuen Mitarbeiter ihres Dezernats. Horst-Friedhelm Skib, seit 1989 Leiter des städtischen Vermessungsamts, wird Stadtentwicklungsreferent der OB.
Horst-Friedhelm Skib arbeitet jetzt für die OB.
Rund drei Monate nach ihrer Amtsübernahme hat die Rathauschefin, was ihr unmittelbares Arbeitsfeld betrifft, damit die letzte Personalie geklärt. Der 51-jährige Skib wechselt mit seinem gesamten Amt vom Dezernat des Baustadtrats Thomas Rausch (CDU) zur OB.
Grabe-Bolz hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, eine Stabsstelle Stadtentwicklung einzurichten, falls sie die Wahl gewinnen sollte. Damit war stets die Ankündigung verbunden, dem CDU-Planungs- und Baudezernenten seine Kernkompetenzen zu belassen. Auch am Dienstag, als Grabe-Bolz ihren neuen Mitarbeiter vorstellte, bekräftigte sie, es gehe nicht darum, »dem Kollegen Rausch in die Suppe zu spucken«. Ihr Ziel sei es vielmehr, an den Weichenstellungen der Stadtentwicklung als Oberbürgermeisterin beteiligt zu sein. Dazu brauche sie eine eigene Kompetenz, ohne dass dadurch die »gute Kooperation« mit Rausch gestört werde. Dass ihr Magistratskollege ein ganzes Fachamt abgeben muss, habe Rausch »pragmatisch« aufgenommen. Skib nehme auch weiter an den Amtsleiterrunden des Planungsdezernenten teil. Der Wechsel vom einen ins andere Dezernat erfolge stellen- und damit kostenneutral.
Von der Mitarbeit Skibs, den Grabe-Bolz als »hervorragenden Fachmann«, als kommunikativ und konsensorientiert lobte, verspricht sich die OB, eine »abgewogene Gesamtsicht« auf wichtige Projekte der Stadtplanung zu erhalten. Als diesbezügliche Herausforderungen nannte die Rathauschefin die Umsetzung der Heureka-Projekte an den Hochschulen, die Entwicklung des Bänninger-Areals im Schiffenberger Tal oder die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Skib stehe für ein »kleines, feines und deshalb handlungsfähiges Referat«. Skib selbst sagte, er habe die Berufung nur unter der Bedingung angenommen, als Amtsleiter ins OB-Dezernat wechseln zu können. Als »Diener zweier Herren« könne man einer solchen Aufgabe nicht gerecht werden. Skib: »Ich will weiter Sacharbeit im Hintergrund leisten und die Dinge analysieren.« An den politischen Diskussionen werde er sich nicht beteiligen. »Wenn ich das wollte, hätte ich ja Politiker werden können.« (Foto: Schepp)