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09.05.2010 - 14.20 Uhr
Aktion "SafetyCheck" für junge Autofahrer startet
Gießen (ck). Obwohl die 18- bis 24-Jährigen nur acht Prozent aller Pkw-Fahrer in Mittelhessen stellen, verursachen sie 20 Prozent aller Unfälle. Häufig ist der Zustand der Fahrzeuge besorgniserregend. An diesem Punkt angreifen will die von Dekra, Deutscher Verkehrswacht und Deutschem Verkehrssicherheitsrat getragene Aktion »SafetyCheck«, bei der junge Autofahrer ihre Fahrzeuge von diesem Montag an bis 26. Juni bei allen Dekra-Niederlassungen kostenlos testen lassen können.
Weiterer Kooperationspartner ist zum zweiten Mal in Folge das Polizeipräsidium Mittelhessen, dessen Präsident Manfred Schweizer bei der Vorstellung am Freitag die Bedeutung der bundesweiten Aktion, die unter der Schirmherrschaft von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer steht, hervor hob. Während die Polizei durch ihre Projekte »verkehrssicher-in-mittelhessen/BOB« versuche, positiv auf das Verhalten junger Verkehrsteilnehmer einzuwirken, stelle der »SafetyCheck« eine sinnvolle Ergänzung der präventiven Maßnahmen in punkto Kfz-Sicherheit dar. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Jugendliche und junge Erwachsene ein ganz anderes Freizeitverhalten hätten als ältere Bürger und das Auto zum Teil öfter nutzten, müssten zumindest die Fahrzeuge sicher sein, so Schweizer.
Die Bedeutung des »zusätzlichen Boxenstopps« für junge Fahrer - bei dem neben Fahrwerk, Rädern/Reifen und Bremsen auch Lenkung, Licht, Abgasanlage und Sicherheitsgurte überprüft werden - lässt sich Hans-Jürgen Tripp zufolge an den bundesweiten Ergebnissen des »SafetyCheck« 2009 ablesen. Die insgesamt 15 500 von jungen Fahrern vorgestellten Pkw hatten im Schnitt 126 000 Kilometer auf dem Tacho, 72 Prozent waren älter als acht Jahre, so der Gießener Dekra-Niederlassungsleiter. An 81 Prozent aller Fahrzeuge stellten die Dekra-Prüfer Mängel fest, die zu einem großen Teil auch sicherheitsrelevante Teile wie Bremsen, Fahrwerk und Reifen betrafen. »Im Schnitt fanden unsere Sachverständigen an jeden untersuchten Pkw 2,7 Mängel«, bilanzierte Tripp. Mehr als jedes dritte Auto habe weder über Fahrerairbag noch ABS oder den Schleuderschutz ESP verfügt.
Von kommenden Montag an bis zum 26. Juni haben die jungen Fahrer die Gelegenheit, ihr Auto beim Dekra-»SafetyCheck« kostenlos untersuchen zu lassen. Teilnehmern winkt bei einem Gewinnspiel darüber hinaus die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining.