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AfD will in Gießen zweistellig werden

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Artikel vom 23.01.2016 - 08.00 Uhr

AfD will in Gießen zweistellig werden

Gießen (mö). Die Alternative für Deutschland (AfD) will bei der Kommunalwahl am 6. März in der Stadt Gießen ein zweistelliges Ergbenis erzielen und mit sechs bis sieben Abgeordneten ins Stadtparlament einziehen. Diese Zielmarke formulierte Stadtverbandschef Arno Enners in einem Interview mit der Gießener Allgemeinen Zeitung.

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Spitzenkandidat Arno Enners (r.) und Steffen Reichmann.
© Schepp
"Zwölf Prozent ist hochgegriffen für eine Unistadt. Aber zweistellig wollen wir schon werden. Mit zehn Prozent wären wir sehr zufrieden", sagte der Spitzenkandidat, der sich gemeinsam mit der Nummer drei auf der Liste, dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Steffen Reichmann, den Fragen der Stadtredaktion stellte.

Beide wiesen die Einordnung "rechtspopulistisch" für den Stadt- und Kreisverband der Gießener AfD als unzutreffend zurück. "Wir stehen rechts von der CDU. Heute wird der Begriff »rechts« aber missbraucht. Nazi kommt sofort hinterher. Für den Gießener Stadt- oder Kreisverband trifft rechtspopulistisch auf jeden Fall nicht zu, aber die AfD – das ist natürlich auch Höcke", sagte Enners. Im Zusammenhang mit der Debatte um die Ereignisse in Köln und die Berichterstattung darüber erklärte der 51-Jährige mit Hinweis auf eine Auswertung der Lokalzeitungen, dass nach seinem Eindruck "auch in Gießen etwas zurückgehalten wird, mehr von der Polizei als von der Presse".

Angesprochen auf den verächtlichen Ton und rassistische Kommentare auf der Facebookseite des Gießener AfD-Kreisverbands räumten die beiden Gesprächspartner ein, dass es dort "unflätige" Äußerungen gebe. Es würden aber viele Kommentare gelöscht. Enners: "Ich kann nur sagen, dass wir darauf achten, dass die Dinge im Rahmen bleiben. Wir haben fünf Adminstratoren, davon sind drei Polizisten. Die achten darauf, was geht und was nicht." Beide AfD-Politiker berichteten  von Anfeindungen, denen sie im Straßenwahlkampf ausgesetzt seien. "Es wird viel über die AfD geredet, aber kaum mit uns. Aber seit Köln ändert sich das etwas. Man kommt eher ins Gespräch mit den Bürgern", sagte Reichmann.

Das komplette Interview in der Druckausgabe vom Samstag oder im E-Paper.

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Artikel vom 23.01.2016 - 08.00 Uhr
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Leserkommentare
(25.01.2016 08:05)
kolter
@Tobiwan35
Danke für die Beispiele versauter politischer Diskussionskultur.
..
Hierzu fällt mir nur ein: Erst an die eigene Nase fassen, bevor man über andere herzieht.
(24.01.2016 21:42)
Tobiwan35
Gewinnspiel
Ordnen sie die folgenden Begriffe / Zitate ex RP Witteck, RP Lübcke, einem unbedeutenden Kommentierer, Minister Gabriel, Jusos, MdB Özdemir oder Präsident Gauck zu:
Pöbel, Spinner, Arschgesicht, "wer diese Werte nicht vertritt, der kann jederzeit dieses Land verlassen", verpissen, Dunkeldeutschland "verfettet und sklerotisch", Pack, Mischpoke, Volksverräter, „Deutschland du mieses Stück Scheiße“
(24.01.2016 17:58)
AEG
@Löwe
Ich habe es gesehen, und Sie sind also der Meinung , bevor jemanden so einem Artikel ein Like gibt,
http://www.fr-online.de/landespolitik/fluechtlinge-in-hessen-bouffier-geht-afd-hart-an,23887878,33585122.html
muss er erst die Kommentare von irgendwelchen Facebook nutzern anschauen ?
Das wäre ja das gleiche, wenn Sie die GAZ erst lesen würden nachdem der Meinugstreff erschienen ist. Lesen nur bei guten Kommentaren.
Im Umkehrschluss sollte man dann alle Kommentare verfolgen, und sein Like dann wieder entfernen wenn der Artikel einen beleidigenden Kommentar bekommen hat.
Selten so was komisches gelesen.
(24.01.2016 12:44)
Löwe
Antwort
@belzebub: Also der Kommentar steht immer noch auf der Seite und wurde bis jetzt nicht gelöscht. Habe gerade noch einmal nachgeschaut. Den Screenshot stelle ich, wie gesagt, gerne zur Verfügung.
Ich habe nie behauptet, dass es ein Polizeibeamter sei, der dort "gefällt mir" geklickt hat. Wäre mir auch völlig egal, ob Polizeibeamter, Bäcker, Bänker oder Schornsteinfeger. Bei der SPD und bei den Grünen sind viele Lehrer Mitglied und politisch aktiv. Ja und? Mir geht es um das Tun. Und was SPD/Grüne in und für Gießen an Politik betreiben gefällt mir auch nicht. Und ja, sie haben Recht, die AfD gefällt mir noch viel weniger. Aber das Recht auf freie Meinungsäußerung gilt auch für mich.
@AEG: ich will hier nichts verkaufen, das mache ich auf eBay.
Es gibt einen Like vom Spitzenkandidat der Gießener AfD. Und er selbst sagt in dem Interview (Zitat): "...die AfD – das ist natürlich auch Höcke". Also ist die AfD KV Gießen auch Enners, oder? Er hat explizit für den Beitrag den "Gefällt mir" Knopf gedrückt, nicht für den Kommentar! Trotzdem: Wenn man weiß, dass man in nächster Zeit in den Fokus der Öffentlichkeit rückt (zum Beispiel durch ein Zeitungsinterview), dann muss man in dem heutigen medialen Zeitalter schon genau hinschauen was man da macht. Der von mir aufgeführte Kommentar war definitiv erst da und dann wurde "gefällt mir" gedrückt. Und es waren zu dem Zeitpunkt nur 6 Kommentare. Die kann man sich ja wohl anschauen bevor man etwas anklickt.
(24.01.2016 11:00)
Clarimonde
@Comment65
Sag ich doch. Das "Programm" der AfD besteht aus billigen, dummen Stammtischparolen. Jetzt stellt euch alle mal vor, die kämen ins Stadtparlament. Ich weiß, gruselige Vorstellung, trotzdem, stellt euch das vor. Es wäre ziemlich schwierig mit Leuten zu reden, die kleingeistig, selbstherrlich und zu keinem klaren Gedanken fähig sind. Einem Sammelbecken aus Verschwörungstheoretikern und ewig gestrigen kann kein politisch gebildeter Mensch entsteigen.
(24.01.2016 10:38)
belzebub
Herr Löwe
Ich bin auf der Seite Wetterau gewesen. Das, was Sie anprangern, habe ich nicht gefunden. Aber ein Gefällt mir von einem PB, der nicht in der Wetterau seinen Dienst versieht. Wenn ich auf die Seite der CDU, SPD, Grüne oder Linke gehe, würde ich vermutlich eine vielfache Anzahl von Polizeibeamten finden, die mal ein Gefällt mir gedrückt haben. Ist ja auch ihr gutes Recht. Die AfD (ich gehöre ihr nicht an) ist eine zugelassene Partei. Wenn Sie sie nicht mögen, ist das Ihre Sache. Es gibt sogar in Hessen Bürgermeister, die mal bei der Polizei waren, in den meisten Gemeindeparlamenten sitzen Polizeibeamter/e. Wenn Sie schon nur negativ berichten, dann sollten Sie es für Parteien aller Farben tun. Noch etwas: Vielleicht wissen die von Ihnen beschriebenen PB ja mehr und es gibt tatsächlich ein Redeverbot? Wer weiß. Ich glaube das fest. Sie wissen, was ich meine.
(24.01.2016 03:20)
Comment65
Klartext: AfD und Erziehung
Hier ein paar Beispiele aus dem Wahlprogramm für Gießen: Einerseits "Wir wollen keine Parallelgesellschaften!" - andererseits "Vergabe von Kindergarten- und Schulplätzen nur für legal sich in Deutschland aufhaltende Menschen". So schafft man Parallelgesellschaften liebe AfD. " Jegliche Propaganda für bestimmte sexuelle Orientierungen oder Verhaltensweisen wird strikt abgelehnt." Auch die Heterosexualität ist eine "bestimmte sexuelle Orientierung" liebe AfD. Diese dürfte dann nicht mehr angesprochen werden. Also defacto fordert die AfD die Abschaffung des Sexualkundeunterrichts. Gut für RTL II - „Teenie-Mütter - Wenn Kinder Kinder kriegen“. "Wir lehnen Kinder- und Jugendparlamente ... ab" Die AfD ist also für die Förderung des politischen Desinteresse bei Kindern und Jugendlichen. "Wir bekennen uns klar und offen zu unseren Sicherheitsbehörden und zur
Bundeswehr. Wir fordern und fördern das Auftreten deren Vertreter ... in Schulen." Politische Bildung findet die AfD Gießen blöd, aber das Auftreten von Werbern für die Sicherheitskräfte und die Bundeswehr ist klasse. "Kindern und Jugendlichen soll vorgelebt werden, dass diese als Mitglieder der Gesellschaft nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten haben." Wenn Kindern und Jugendlichen dies vorgelebt werden soll, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass die Eltern dies nicht mehr tun. Alles Rabeneltern!
(24.01.2016 00:50)
AEG
@Löwe
Es stimmt wieder nicht was Sie schreiben. Ich habe mir die Likes des von Ihnen erwähnten Beitrags auf der Seite der AfD Wetterau angesehen. Da gibt es keinen Like des AfD KV Giessen. Was versuchen Sie hier zu verkaufen ?
(24.01.2016 00:47)
belzebub
Herr Löwe
ich konnte es auf der seite Wetterau auch nicht finden. Vielleicht ist es ja gelöscht worden. Da kann wohl jeder schreiben, was er will. Wenn ich meine Meinung über die SPD schreiben würde, würden Sie ja vermutlich auch nicht die SPD verfluchen, weil ein "Idiot" so etwas schreibt. Oder? Es gibt viele Polizisten in Hessen, sicherlich werden auch ein paar davon AfD wählen. Warum wohl? Weil sie MP Bouffier lieben?
(24.01.2016 00:34)
Löwe
Also
@ belzebub: ich habe ein Foto von dem Kommentar gemacht. Stelle ich gerne zur Verfügung. Einfach e-Mail Adresse und ich schicke es Ihnen.
@ AEG: 1. alle 3 Polizisten in einer Schicht und im Dienst?
2. Ich Sittenwächter? Sie haben doch in Ihrem durchaus sehr gutem und gelungenen Interview davon gesprochen, dass Sie mit 5 Admins aufpassen wollen was geschrieben und kommentiert wird. Und 3.: Nein, ich muss und ich werde auch definitiv nicht diese Partei wählen.
(24.01.2016 00:21)
Clarimonde
AfD? Nein danke.
Eine Partei der billigen Stammtischparolen braucht kein Mensch.
(24.01.2016 00:16)
Tobiwan35
Lokale Themen
gibt es auf http://afd-gi.de/wahl2016 als Link -> Regionale Themen. Wer´s genauer wissen möchte kann ja zu den Ständen Samstags 10-15Uhr ausser Faschingszeit im Seltersweg kommen. Man kann auch auf Facebook oder per Email nachfragen. Fragen kostet nichts. Ein Parteiprogramm ist ja etwas über die nächste Wahl hinaus gehendes und muss damit schon etwas allgemeiner gefasst sein. Man möchte es ja nicht alle 3 Monate neu drucken.
(23.01.2016 23:51)
AEG
@Löwe
Vielleicht sorgen die gerade dafür, dass Sie zu Hause in Ruhe am PC sitzen und der Polizei die Schuld in die Schuhe schieben können. Ihr Beitrag ist da doch ein bisschen kurz gegriffen. Und warum spielen Sie sich hier als
Sittenwächter auf ? Sie müssen sie ja nicht wählen.
(23.01.2016 23:37)
belzebub
Herr Löwe
können Sie einem nicht so gewandten PC-Nutzer einmal sagen, wie man an diese Aussage kommt?
Eine gute Meinung habe ich von unserem MP allerdings auch nicht, aber dass würde ich ja nun doch nicht sagen oder schreiben.
(23.01.2016 23:26)
Löwe
Stop,
und Sorry, das war jetzt mein Fehler. Es steht nicht auf der Seite der AFD Kreis Gießen sondern auf der des Kreisverbandes Wetterau.
Aber die Gießener AFD drückt zumindest "gefällt mir".
(23.01.2016 22:57)
Löwe
facebook Kreisverband
Na, das klappt ja gerade ganz hervoragend mit den 3 Polzisten als Admin.
Da wird unser demokratisch gewählter Ministerpräsident Bouffier in einem Kommentar vor 6 (!!) Stunden als "Arschgesicht und Volksverräter" betitelt der sich "verpissen" soll.
Respekt, da kann man sich ja richtig auf die AFD in Stadt und Kreis freuen.
(23.01.2016 18:36)
kolter
@nrew
"Wenn ich jemanden wählen soll, muss ich wissen, wohin die Reise geht! "
-
Wir haben doch alle gesehen wohin die Reise bei den etablierten Parteien geht. Erstaunt es Sie jetzt wirklich, dass viele ein anderes Ticket lösen wollen?
Nebenbei: Die sehr besonnenen Aussagen der AfD-Politiker im Interview weisen jetzt nicht gerade auf "Schlachtung" hin.
(23.01.2016 18:15)
belzebub
nrew
Es wäre ja schön, wenn man vor der Wahl viele Stimmen hört, die einem sagen, wohin es geht. Leider ist es nun einmal so, egal in welcher Liga, ob Gemeinde, Kreis, Reg-Präs, Land oder Bund, die biegen immer in verschiedene Richtungen ab und das Ziel wird mehrfach geändert. Das Ziel liegt dann doch wo anders. Was ist ein Wahlprogramm? Papier, Plakat und sonst gar nichts.
(23.01.2016 16:51)
nrew
AfD
@belzebub
Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber. Wenn ich jemanden wählen soll, muss ich wissen, wohin die Reise geht!
(23.01.2016 12:28)
belzebub
Herr Zuckermann
ich finde es besser, vor einer Wahl nichts zu sagen als vor der Wahl viel zu sagen und dann nach dem Motto: Was gebe ich auf mein Geschwätz von gestern. Darin ist Ihre Partei ja wohl Weltmeister.
(23.01.2016 12:01)
kolter
Da haben Sie Recht
Herr Zuckermann, das wäre ideal.
Andererseits befindet sich die AfD ja in einer Situation, in der die GRÜNEN Anfang der 80er Jahre waren. So weit ich mich erinnere, waren dort auch kommunalpolitische Themen nicht die primären Diskussionspunkte. Ich muss das wissen, ich habe sie ja lange genug gewählt ;-)
(23.01.2016 11:48)
C.Z.
Am besten
gefällt mir, leider nur in der Printausgabe nachzulesen, die Aussage von Hr.Reichmann auf die Frage nach wenig konkreten, für die Stadtpolitik relevanten Forderungen im Wahlprogramm:
Sie können von einer neuen Partei nicht verlangen, dass wir vor der Wahl im Detail ausgearbeitet sagen, was wir nach der Wahl machen wollen.
Also ich finde das sollte man schon verlangen können.
Christian Zuckermann, Giessen
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