Gießen (pm). Um das Selbstwertgefühl von Adipositas-Patienten zu stärken, Erfahrungen auszutauschen und sich Hilfe zu leisten, gibt es in Gießen seit kurzem eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Fettsucht.
Erfolgreiches, dauerhaftes Abnehmen ist für Patienten, die an Adipositas (Fettsucht) leiden, keine Frage mehr von »mangelnder Disziplin«. Durch etliche Diäten und den darauf folgenden Jojo-Effekt schädigen sie ihren Stoffwechsel und legen immer mehr an Gewicht zu. Das führt zu einem Kreislauf, aus dem man scheinbar unmöglich alleine hinaus finden kann.
Für viele Patienten ist ein operativer Eingriff der letzte Ausweg, obwohl bekannt ist, dass jede Operation mit Risiken verbunden ist. Die Kosten für einen adipositaschirurgischen Eingriff übernimmt unter bestimmten Voraussetzungen die Krankenkasse.
Viele Übergewichtige kennen das Problem: Je mehr das Gewicht steigt, umso unwohler fühlt man sich in der eigenen Haut. Man zieht sich zurück, möchte nicht mehr unter Menschen gehen und rutscht so in die soziale Isolation. Aus diesem Tief wieder heraus zu finden und am Leben wieder teil zu nehmen, kostet Betroffene viel Mut, Kraft und Überwindung.
In der Selbsthilfegruppe wird dieser Weg gemeinsam bestritten und über viele Frustrationsphasen hinweg wird Unterstützung gewährt. Weitere Ziele der Treffen sind der Informationsaustausch über chirurgische Maßnahmen zur Bekämpfung von krankhaftem Übergewicht (zum Beispiel Magenballon, -band, -bypass und Schlauchmagen) sowie über konservative Maßnahmen.
Die Gruppe trifft sich monatlich, das nächste Mal am Mittwoch, dem 4. August, um 19 Uhr in der Uniklinik Gießen Med. III, Rodthohl 6. Weitere Treffen finden jeweils am ersten Mittwoch im Monat von 19 bis 21 Uhr statt. Willkommen sind Betroffene und deren Angehörige.
Informationen bei Kerstin Gössl, Tel. 01 51/59 96 25 51 oder unter www.adipositas24.de.
Das BID Marktquartier will dauerhaft ein Kinderkarussell auf den
Marktplatz stellen. Damit soll die Trinkerszene verdrängt werden. Was
halten Sie davon?