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Abiturjubiläum an der Ricarda-Huch-Schule

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Artikel vom 18.03.2013 - 18.58 Uhr

Abiturjubiläum an der Ricarda-Huch-Schule

Gießen (sis). Tokio, Moskau, die Insel La Réunion – 60 Jahre nach dem Abitur ist es dem Ehemaligenverein der Ricarda-Huch-Schule (RHS) nicht leicht gefallen, alle Schüler des Jahrgangs 1953 ausfindig zu machen, wie die Vorsitzende Ingrid Pfeiffer in ihrer Begrüßung am Samstag bei der Feier des Abiturjubiläums erzählte.

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Die Abiturjahrgänge 1963, 1973 und 1988 der Ricarda-Huch-Schule feierten ein Wiedersehen und tauschten Erinnerungen aus. (Fotos: sis)
Zu dieser Feier hatte man auch 1963er, 1973er und 1988er Jahrgänge in die Cafeteria der Schule eingeladen. Zum Glück, denn die fünf Personen, die sich aus der Reihe der 1953er (Diamantenen) gemeldet hatten, ließen sich entschuldigen. So folgten rund 30 Goldene, 25 Rubine und 38 Silberne den Worten des Schulleiters Werner Nissel, der auf die positive Entwicklung der Schule mit den Schwerpunkten Naturwissenschaften/Technik, Sport und Kultur hinwies und betonte, dass das Hessische Kultusministerium die RHS als eine von fünf Schulen ausgewählt habe, Kulturschule werden zu dürfen.

»Wie war das, wenn man hier vor 25, 40, 50 oder gar 60 Jahren auf die Schule kam?«, fragte Nissel. Mittlerweile habe man 1300 Schüler unter dem Dach der kooperativen Schule vereint, 120 Lehrkräfte angestellt und genieße den schönen Charme von alt und neu. Das Haus A stamme noch aus dem Jahr 1907 und vom selben Architekturbüro wie das Stadttheater, nämlich Fellner und Helmer, erklärte der Direktor voller Stolz. Durch den doppelten Jahrgang habe man in diesem Jahr 150 Abiturienten mit einer Durchschnittsnote von 2.5 – Zahlen, die sich von den Diamantenen Abiturienten stark unterscheiden.

Birgit Scheid übernahm die Aufgabe, im Namen von Elfie Dörmann (geb. Langner), Abiturjahrgang 1953, die Erinnerungsrede »Gemeinsam« vorzutragen. Nur zwölf Köpfe umfasste der damalige Abschlussjahrgang auf der RHS, die damals eine reine Mädchenschule war, geprägt von den Folgen des Krieges. Erst nach 25 Jahren habe man sich zum ersten Mal in Gießen wiedergesehen und beschlossen, sich von nun an in Fünfjahresabständen zu treffen. Mal in Hamburg, mal in Jülich – oft lerne man erst in späten Jahren die Verbundenheit zu schätzen. Dörmann erinnerte in ihren Zeilen auch an eine ehemalige Lehrerin, Frau Dr. Jakobi, die vor den Nazis hatte fliehen müssen und nach Kriegsende als Lehrerin nach Gießen zurückkehrte.

Dr. Brigitte Ranft (Abitur 1963) stellte in »50 Jahre danach« eine Theorie zum Gelingen des Abiturs auf. »Was ist das Besondere am Abitur?«, fragte sie in die Runde. Es sei die erste große Wissensprüfung im Leben. Schon damals habe man so viel Angst davor gehabt wie heute. Denn die Abiturprüfung sei lediglich eine Momentaufnahme, die vielen Schülern das Selbstvertrauen nehme.

Für einige Lacher sorgte Friederike Müller aus demselben Jahrgang. Sie sei zwar beim Laufen immer die Vorletzte im Ziel gewesen, doch in den 1960er Jahren habe man auch für Hilfestellung und Geräteabbau die Note »Befriedigend« bekommen. Einig waren sich viele Ehemalige, dass sich an der Optik der naturwissenschaftlichen Unterrichtsräume nicht viel getan habe.



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