Gießen (kh). Große Resonanz gefunden hat der »Aktionstag gegen Leukämie - Hilfe für Sophie und andere« am Mittwoch in den Räumen der Campusblutspende neben der Neuen Mensa und im Carl-Vogt-Haus an den Naturwissenschaften.
Jede Menge Blutproben wurden am Mittwoch in den Mittagsstunden in einem Nebenraum der Neuen Mensa in Philosopikum I (Foto) und im Carl-Vogt-Haus am Heinrich-Buff-Ring angenommen: Vor allem Studenten wollen mittels Knochenmarktypisierng der erkrankten Kommilitonin Sophie und anderen Leukämiekranken helfen. (Foto: Schepp)
Der Aktionskreis Gießen, die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) und auch der Präsident der Justus-Liebig-Universität, Prof. Joybrato Mukherjee, hatten zur Typisierung aufgerufen, um der 23-jährigen Medizinstudentin und anderen Patienten, die an Leukämie erkrankt sind, zu helfen. Die Chancen, dass für einen von ihnen ein »genetischer Zwilling« als Stammzellspender gefunden werden kann, sind damit etwas gestiegen.
Zwischen 11 und 15 Uhr hatten gesunde Gießener zwischen 18 und 55 Jahren die Möglichkeit, sich kostenlos als Stammzellen- oder Knochenmarkspender registrieren zu lassen und somit Sophie und allen anderen Hoffnung auf eine passende Spende zu geben.
Um 13 Uhr war die Schlange in den Räumlichkeiten neben der Neuen Mensa lang. Viele Studenten waren gekommen, die während der Wartezeit bereits über den Ablauf informiert wurden oder sich am Kuchenbüffet das Warten verkürzen und eine kleine Stärkung zu sich nehmen konnten. Im Raum, in dem die Blutspenden genommen wurden, warteten etwa 30 freiwillige Helfer, allesamt Studenten der Justus-Liebig-Universität. Sie füllten mit jedem Spender den Registrierungsbogen aus und nahmen anschließend die Blutprobe ab.
Bei diesem großen Andrang war auch jede helfende Hand gefragt. DKMS-Aktionsleiterin Lena Arnold freute sich über den Erfolg des Aktionstages: »Bislang haben wir an beiden Aktionsorten insgesamt etwa 400 Menschen registrieren können, und bis zum Schluss rechnen wir etwa mit 750 Typisierungen.«
Schwierig ist immer das Thema der Finanzierung, da jede Typisierung und Registrierung eines potenziellen Stammzellenspenders die DKMS etwa 50 Euro kostet. Hier ist der Verein zum größten Teil auf Spenden angewiesen, wie Lena Arnold hervorhebt: »Wir fragen die Menschen vor Ort um Spenden und bitten um ihre Unterstützung.« Auch der Erlös aus dem Kuchenverkauf im Mensa-Foyer diente der Finanzierung.
Wer spenden oder Näheres wissen möchte, findet weitere Informationen im Internet unter www.dkms.de.