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2012: Mammut, Höhlenbär und Riesenfaultier

Artikel vom 19.07.2010 - 02.00 Uhr

2012: Mammut, Höhlenbär und Riesenfaultier

Gießen (srs). Beim offiziellen Ausklang der Dinosaurier-Ausstellung, die in den letzten zwölf Wochen zahlreiche Schaulustige angelockt hatte, wurde die Zusammenarbeit von Stadt, Universität und Unternehmen gewürdigt. Zugleich wrden für 2012 die nächste Aktion angekündigt: Dann sollen Mammut, Höhlenbär und Riesenfaultier in der Innenstadt zu bewundern sein.
Über gelungene zwölf Dino-Wochen freuten sich Sadullah Gülec (M.), Geschäftsführer der Gießen Marketing GmbH, der Professor für
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Über gelungene zwölf Dino-Wochen freuten sich Sadullah Gülec (M.), Geschäftsführer der Gießen Marketing GmbH, der Professor für Biologiedidaktik, Hans-Peter Ziemek (r.) sowie der Direktor des Instituts für Botanik, Prof. Volker Wissemann. (Foto: srs)
Die Dinosaurier verlassen Gießen. Der Abbau und das Verladen der Urtiere am heutigen Montag werden unspektakulär über die Bühne gehen; ein Hubschrauber - wie über dem Selterstor bei der Eröffnung der Schau - kommt nicht zum Einsatz. Zwölf Wochen lang prägten die Dinosaurier das Bild der Innenstadt. Währenddessen und im Vorfeld zogen Stadt, Universität und heimische Unternehmen Hand in Hand die Fäden im Hintergrund: So hatten Gießener Firmen als Sponsoren die Patenschaft für die Dinosaurier übernommen. Biologie-Studenten vermittelten Besuchern in insgesamt 250 Führungen das heutige Wissen über die Tiere. Eine Ringvorlesung des Botanischen Instituts zog regelmäßig über 300 Gießener an. Derweil zeichnete sich die städtische Gießen Marketing GmbH für die Koordination der Ausstellung verantwortlich. Diese Kooperation soll nun eine Fortsetzung finden - in der Vorbereitung einer ähnlichen Ausstellung im Jahr 2012. Die Zusammenarbeit von Uni, Stadt und Unternehmen stand am Freitagabend im Mittelpunkt einer Abschlussveranstaltung im Botanischen Institut in der Senckenbergstraße.

Als »Paradebeispiel für lebendiges Stadtmarketing und das Gelingen von Öffentlich-Privater Partnerschaft« würdigte der Geschäftsführer der Gießen Marketing GmbH Sadullah Gülec die Schau, die gezeigt habe, »welche Schwungraft entstehen kann, wenn man die Kräfte bündelt.« Die Organisation habe »perfekt funktioniert«, auch wenn die »Herausforderung uns an den Rand der Kapazitäten geführt hat«. Zufrieden äußerte sich Gülec im Besonderen über die Zusammenarbeit mit der Justus-Liebig-Universität. »Dino-Ausstellungen gibt es in vielen Städten. Aber ich bin ziemlich sicher: in keinem anderen Fall wurde ein so reichhaltiges didaktisches Konzept angeboten.«Ausdrücklich dankte er dem Leiter des Instituts für Biologiedidaktik Prof. Hans-Peter Ziemek, der eine gelungene Kombination aus Wissensvermittlung und Unterhaltung garantiert habe.

Gießens Marketing-Chef hob auch die Zusammenarbeit mit den BIDs der Innenstadt hervor. Neben der Organisation eines Begleitprogramms sei ihnen vor allem die Akquise von Sponsoren zu verdanken. »Die Ausstellung hat Schwung in die Wirtschaftskette gebracht«, fügte er hinzu. Die Gastronomie in der City habe überdurchschnittliche Kundenzahlen verzeichnet. »Stadtmarketing kann - das wurde deutlich - Image- und auch Wirtschaftsförderung bedeuten«, hielt Gülec fest, »und auch die Kasse stimmt«. Die Kosten von 180 000 Euro würden durch 135 000 Euro der Sponsoren sowie jeweils 25 000 Euro durch die BIDs sowie die Gießen Marketing GmbH getragen.

Worte des Dankes richtete Gülec außerdem an die Mitarbeiter des Touristen-Informations-Zentrums, das während der Ausstellung als »Dino-Point« fungiert hatte. »Sie haben eine tolle Visitenkarte unserer Stadt abgegeben.« Ein kuzrer Videofilm von Till Schürmann veranschaulichte die Bewegung der Besuchergruppen durch die Innenstadt.

Rund 90 heimische Unternehmen hatten die Ausstellung unterstützt. Zum Dank überreichte Ziemek, Leiter des Instituts für Biologiedidaktik, den Sponsoren am Freitag eine Urkunde und einen Stegosaurus im Kleinformat. Darüber hinaus würdigte er Studenten, die unter seiner Anleitung für fundierte Wissensvermittlung während der Ausstellung gesorgt hatten. 15 Studenten hatten in 250 Führungen insgesamt 5000 Besucher über die Dinosaurier aufgeklärt und außerdem auch die Texte auf den Informationstafeln erstellt. »Wir haben gezeigt, dass es möglich ist, Menschen jeden Alters für ein vollkommen nutzloses Wissensgebiet zu begeistern«, erklärte Ziemek scherzend. Biologiestudent Philipp Trulley hatte eine Umfrage unter 120 Besuchern durchgeführt. 75 Prozent hatten angegeben, in Gießen vorher noch nie an einer Führung teilgenommen zu haben.



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Artikel vom 19.07.2010 - 02.00 Uhr
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