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1,7 Millionen Euro für 14 neue Projekte

Artikel vom 29.12.2009 - 23.15 Uhr

1,7 Millionen Euro für 14 neue Projekte

Gießen (pm). 14 medizinische und biomedizinische Forschungsvorhaben der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Philipps-Universität Marburg mit Laufzeiten von bis zu drei Jahren werden in der dritten Förderrunde der Von Behring-Röntgen-Stiftung unterstützt.
Von neuen Verfahren zur Erkennung von Epilepsie bis zur Erforschung des Einflusses von Acetylcholin auf die humane Sepsis reichen die Themen der Projekte, die ab 2010 Fördergelder der Von Behring-Röntgen-Stiftung erhalten. Insgesamt schüttet die Stiftung in dieser Förderrunde rund 1,7 Millionen Euro aus.

»In dieser Förderrunde unterstützt die Von Behring-Röntgen-Stiftung strategisch die strukturierte Kooperation der beiden medizinischen Fachbereiche« erklärt Stiftungspräsident Prof. Joachim-Felix Leonhard. Folgende Forschungsprojekte erhalten Unterstützung durch die Von Behring-Röntgen-Stiftung: Einen Gesamtüberblick über die durch Hirnverletzungen hervorgerufenen Epilepsien soll das 4. Internationale Epilepsie-Kolloquium geben, das 2011 in Marburg ausgerichtet wird. Das Symposium wird mit 6000 Euro unterstützt.

Weltweit werden die meisten Patienten mit einem Kopf-Hals-Karzinom durch Strahlentherapie behandelt. Eine Marburger Forschergruppe hat in Tierversuchen nachgewiesen, dass durch die Injektion von Botulinumtoxin (Botox) strahlenbedingte Drüsenschädigungen reduziert werden können. Das Projekt wird mit 87 000 Euro unterstützt.

Mit rund 199 000 Euro fördert die Stiftung das Projekt »Der regulatorische Einfluss nicht-neuronalen Acetylcholins in humaner Sepsis« der Anästhesisten Prof. Markus Weigand (Gießen) und Privatdozentin Dr. Caroline Rolfes (Marburg). In ihrem Projekt möchten Dr. Susanne Herold aus Gießen und Dr. Mikhail Matrosovitch aus Marburg untersuchen, welchen Einfluss die Rezeptorspezifität auf den Zelltropismus und die Pathogenität verschiedener Influenzaviren hat. Die Stiftung stellt rund 123 000 Euro für das Projekt bereit.

Mit rund 137 000 Euro unterstützt die Stiftung den »Aufbau einer Core Facility für die vergleichende statistische Analyse hochdimensionaler molekularer und zellulärer Markerdaten auf der Basis von beschleunigten Algorithmen für Permutationstests, mit Durchführung einer genomweiten Assoziationsanalyse und von Pathwayanalysen zur Trauma-induzierten Sepsis«. Ziel des Vorhabens von Prof. Helmut Schäfer und Roman Pahl sowie Prof. Trinad Chakraborty und Dr. Hamid Hossain ist es, Methoden zu entwickeln, mit denen die komplexen Ursachen der Sepsis zuverlässig erfasst werden können.



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