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1000-Gäste-Party endet mit Panik und einer Schwerverletzten

Artikel vom 04.06.2012 - 12.46 Uhr

1000-Gäste-Party endet mit Panik und einer Schwerverletzten

Gießen (kw). Eine Massenpanik, mehrere Verletzte, darunter eine junge Frau, die immer noch im Krankenhaus liegt, den Aussagen ihrer Bekannten zufolge mit einem Schädel-Hirn-Trauma: So endete in der Nacht zum Sonntag eine Studentenparty in der Westanlage.

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In und um das Haus (im Bild rechts) an der Westanlage feierten in der Nacht zum Sonntag schätzungsweise 1000 junge Menschen – bis die Party in den frühen Morgenstunden etlichen Augenzeugen zufolge brutal beendet wurde. (Foto: kw)
Schätzungsweise 1000 junge Menschen hatten in und um das Haus gefeiert, als zwischen 1 und 2 Uhr nachts der Vermieter und seine Lebensgefährtin eingriffen. Nach Aussagen etlicher Augenzeugen griff ein von dem Paar alarmierter »Schlägertrupp« die Party-Gäste brutal an. Das bestritt die Lebensgefährtin des Hausbesitzers am Sonntag im GAZ-Gespräch. Die Polizei indes hat vier der vom Vermieter angeheuerten Männer vor Ort festgenommen und mindestens ein Schlagwerkzeug sichergestellt.

Was genau passiert ist, könne man noch nicht sagen, berichtete ein Polizeisprecher am Sonntagabend auf GAZ-Anfrage. Rund 50 Zeugenaussagen lägen bisher vor, die von Kollegen jetzt gesichtet würden. Erschwert würden die Ermittlungen dadurch, dass die Hausbewohner über das Internet-Netzwerk Facebook zu der Party eingeladen hatten. »Viele der Gäste haben sich gar nicht gekannt.« Die Staatsanwaltschaft sei informiert, so der Sprecher weiter. Insgesamt kämen die Festgenommenen und möglicherweise auch weitere zwei Männer als »Beschuldigte« in Frage. Nun sei die Frage, ob genug »gerichtsfeste Aussagen« zusammenkommen. Weitere Zeugenaussagen seien der Polizei willkommen. Die vier Festgenommenen befänden sich wieder auf freiem Fuß.

Die Polizei habe zu spät und zu zögerlich eingegriffen: Diesen Vorwurf äußerten am Sonntag sowohl Hausbewohner als auch die Lebensgefährtin des Vermieters. Erst etwa eine Stunde nach dem Eintreffen des ersten Streifenwagens hätten die Beamten den Prügelattacken der schwarz gekleideten und bewaffneten Schläger Einhalt geboten, sagten mehrere der Partyveranstalter im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung. Die Helfer der Vermieter seien mit Schlagringen und -stöcken auf die jungen Frauen und Männer losgegangen, hätten etliche die Treppe hinuntergeworfen und seien auch in die Wohnungen eingedrungen. Ziel sei offenbar gewesen, das Haus zu räumen. Hunderte junger Menschen rannten auf die Straße, »alle haben geheult«, viele riefen die 110 an.

Die Kreuzung Westanlage/Gabelsbergerstraße wurde schließlich komplett abgesperrt. Neben der Polizei waren auch Rettungswagen im Einsatz, die vier junge Menschen in Krankenhäuser brachten. Drei davon konnten im Lauf des Sonntags wieder entlassen werden, so der Polizeisprecher. Nach Aussagen der Bewohner haben die Helfer des Vermieters sogar versucht, einen der Rettungswagen zu stürmen, in dem die am schwersten verletzte junge Frau lag.

Die Männer hätten niemanden geschlagen, sagte die Lebensgefährtin des Vermieters. Sie selbst sei von Partygästen mehrmals die überfüllte Treppe hinuntergeschubst worden, als sie gegen Mitternacht versucht habe, der Feier ein Ende zu setzen. Viermal habe sie die Polizei angerufen, die aber nicht habe kommen wollen. Deshalb habe sie ihren Lebensgefährten alarmiert, der dann Bekannte mitbrachte. »Unzumutbar« seien die Massen-Partys, die »aus den Fugen« gerieten und im Haus ihre Spuren hinterließen. Viermal seien die Mieter deshalb abgemahnt worden.



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Artikel vom 04.06.2012 - 12.46 Uhr
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Leserkommentare
(05.06.2012 17:43)
snafu
"Hells Angels Support Team 81"
Nach Augenzeugenberichten waren das Leute die relativ neu von den Hells Angels angeworben sind. Momentan breitet sich in Mittel- und Nordhessen ein immer dichter werdendes Netz aus Menschen aus die die Hells Angels unterstützen und hoffen irgendwann in den festen Kreis dieser zumeist kriminellen Vereinigung aufgenommen zu werden.
Dies war nicht der erste Überfall in Gießen, vor zwei Wochen wurde im sogenannten Dönerdreieck bereits ein Mann mit Rastalocken mit "Bist Du schwul?" und "Ich fick die Polizei" beschimpft und geschlagen so dass die Polizei anrücken musste. Auch hier trugen die Täter schwarze T-Shirts mit der 81 auf dem Rücken, verschwanden allerdings schnell als die Polizei eintraf so das die Täter nicht dingfest gemacht werden konnten.
Mittel- und Nordhessen hat ein neues Sicherheitsproblem: die in Frankfurt verbotenen Hells Angels versuchen hier eine neue Basis aufzubauen.
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