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Tinko-Theater tritt in Berlin vor Bundeskanzlerin Angela Merkel auf

Artikel vom 29.06.2010 - 20.00 Uhr

Tinko-Theater tritt in Berlin vor Bundeskanzlerin Angela Merkel auf

Ob Bundeskanzlerin Angela Merkel nach der Präsidentschaftswahl in der richtigen Stimmung ist, beim Besuch des Jahresempfangs in der hessischen Landesvertretung heute Nachmittag hessische Begrüßungsformeln zu lernen? Das jedenfalls haben zwei Schauspieler vom Tinko-Unternehmenstheater aus Gießen vor.
»Guuden«: Achim Weimer will den Gästen des Jahresempfangs hessisch beibringen.	(Foto: pv)
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»Guuden«: Achim Weimer will den Gästen des Jahresempfangs hessisch beibringen. (Foto: pv)
In Berlin werden sie ab 16 Uhr die rund 2200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur unterhalten. »Es ist toll, bei so einer Veranstaltung das Land Hessen vertreten zu dürfen«, freut sich Theatergründer Achim Weimer.

Erfahrung mit einem Politiker-Publikum konnten die Schauspieler schon öfter sammeln. »Im vergangenen Jahr sind wir fürs hessische Sozialministerium und in diesem Jahr fürs Bundesarbeitsministerium aufgetreten«, sagt Weimer. Stets hätten ihre Stücke eine klare Botschaft. Doch diesmal sei man voll und ganz auf Unterhaltung eingestellt. »Es wird einige Zeit brauchen, bis die Gäste aufs Gelände gelangt sind«, betont er und schiebt hinterher: »Hohe Sicherheitsvorkehrungen wegen der Kanzlerin.« Hinzu kommt: »Es wird mit Verspätungen wegen der Wahl des Bundespräsidenten gerechnet.«

Den Wartenden draußen vor der Landesvertretung solle man die Warterei versüßen: »Wir wollen die Leute zum Lachen und Schmunzeln bringen.« Weimer stellt einen Professor vom Hessischen Ministerium fürs Begrüßungswesen dar, der nach der heimischen Konversationsschule ausgebildet wurde. Ihn unterstützt ein Kollege, der einen Vogelsberger Bauern mimen wird. »Wir werden singen und den Gästen hessische Begrüßungsrituale beibringen« - zum Beispiel wie man als waschechter Handkäs-Hesse Roland Koch begrüßen sollte: »Alles hängen lassen, mürrisch gucken und ein ›Guuden‹ herausquetschen.« Wenn der Ministerpräsident dann ebenfalls ein missmutiges »Guuden« erwidere, sei man auf einer Wellenlänge. khn

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Artikel vom 29.06.2010 - 20.00 Uhr
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