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Sopranos und Tenors verzaubern das Publikum

Artikel vom 16.02.2012 - 17.46 Uhr

Sopranos und Tenors verzaubern das Publikum

Die 10 Sopranos und 12 Tenors brachten bei ihrem Konzert in der Kongresshalle die Stimmung zum Kochen.

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Einige Sopranos und Tenors in rot-schwarzer-Eintracht. (Foto: abt)
Zwölf Mikrofonständer stehen am Mittwochabend akkurat nebeneinander auf der Bühne der Kongresshalle. Dass es im Laufe des Abends alles andere als akkurat zugehen wird, ahnt das Publikum zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Es wird dunkel, eine Stimme kündigt die Ten Sopranos an und schon erstrahlt die Bühne in einem leuchtenden Rot aus zehn Abendkleidern. Nach zwei Eingangsstücken die heiter bis mystische Klänge bieten, verabschieden sich die Sängerinnen vorläufig schon wieder mit dem Gute-Laune-Stück »Rollin’ on the river«. Ihre sichtliche Freude überträgt sich auf die Zuschauer in der fast ausverkauften Kongresshalle. Während die Sopranos ausgelassen auf der Bühne tanzen, feiert das Publikum auf seinen Plätzen bis die »Ladies in Red« die Mikrofonständer für die zwölf Tenöre freimachen.

Mit dem italienischen Stück »Funiculì, funiculà« wird es schon zu Beginn der Show international. Tenor Johannes, einer von drei Deutschen (»man erkennt sie dran, dass sie besser aussehen als die anderen«) in dem zusammengewürfelten Ensemble, begrüßt das Publikum. Mit »Veronika, der Lenz ist da« ging es auf Deutsch weiter. Den Tenören gelang es spielend, die Stimmung von ausgelassen zu gefühlvoll und emotional (»You raise me up«) zu wechseln.

Immer wieder werden im Laufe des Abends auf der »Reise um die Welt« gelungene Späße über die verschiedenen Nationalitäten gemacht, es wird mit Sprache gespielt und der ein oder andere mit exotischer Nationalität aufs Korn genommen. Neben Besuchen in Russland (»Kalinka«) und Amerika (»Tonight« aus dem Musical West Side Story) wurde auch in guter deutscher Manier geschunkelt und geklatscht. Dass jede Zeile der Hymne »Music was my first love« der Wahrheit entspricht, davon konnten die zwölf Herren wohl ausnahmslos jeden Zuschauer überzeugen. Überzeugend war auch ein Medley der Michael-Jackson-Hits »Man in the mirror«, »Beat it« und »Thriller«. Durch Gesang und Choreografie bekam man zwischenzeitlich das Gefühl, der King of Pop sei auferstanden, um das Publikum persönlich zu unterhalten. Nach einer kleinen Pause und einem Hemdenwechsel von weiß zu schwarz wurden die Zuschauer mit Liedern aus James-Bond-Filmen (»Golden Eye«) und »Gladiator« (»Now we are free) kurzzeitig nach Hollywood entführt, nur um dann in England die Beatles (»Come together«) und Queen (»Bohemian Rhapsody«) zu treffen.

Inzwischen sind auch die zehn Sopranos zurück auf der Bühne, mit denen die Tenöre nicht nur Queen, sondern auch »Here’s to the heros« und »Libiamo« aus Verdis Oper »La Traviata« phänomenal präsentierten. Bei dem als letztes Stück angekündigten »We will rock you« konnte niemand mehr im Saal die Füße still halten. Die Sänger ließen sich bei Standing Ovations und Zugaberufen nicht lange bitten und kamen zurück auf die Bühne. Zu »You can leave your hat on« flogen Sakkos durch die Gegend und Hemden wurden aufgeknüpft. Ein Tenor ließ tief blicken und zeigte, was Musiker zu bieten haben. Eine Einstimmung für den Nach-Hause-Weg gab es dann mit dem Lied »Time to say goodbye«, der krönende Abschluss eines Abends, der alle Erwartungen übertraf. Sina Abert

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Artikel vom 16.02.2012 - 17.46 Uhr
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