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Port London beim »Heavy Rotation Festival«

Artikel vom 09.02.2012 - 17.37 Uhr

Port London beim »Heavy Rotation Festival«

Die ehemaligen Mitglieder der Wetzlarer Band h.o.p.e. präsentieren am Samstag in neuer Besetzung im Jokus Britpop auf Deutsch.

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Port London, das sind h.o.p.e. in neuer Besetzung. (Foto: sag)
Manchmal muss man Dinge neu aufstellen. Dafür reicht oftmals schon ein kleines Tüpfelchen auf dem i, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Vor diesem Punkt stand irgendwann auch die Wetzlarer Band h.o.p.e., die sich auch in Gießen, etwa mit Auftritten auf der Promikon, einen guten Ruf erspielt hat. Frei nach dem Motto »alles auf Anfang« wurde aus h.o.p.e. (2006 bis 2011) im Januar Port London. In neuer Besetzung – an der zweiten Gitarre spielt jetzt Baunjamaun aus Lützellinden, den man in der Gießener Szene als Solokünstler und Kopf der Formation Springfield kennt – und mit frischem Sound wollen Port London nun neue Wege gehen. »Wir haben uns weiterentwickelt, unseren Sound verändert«, erklären die beiden Bandgründer Jonas Kleist (Gesang, Piano) und Mark Arnold (Leadgitarre). Port London sehen sie als neues und eigenständiges Projekt, weniger als Nachfolgeband von h.o.p.e.

Dabei wird längst nicht alles auf Anfang gesetzt – neben dem personellen Wechsel an der Gitarre bleiben auch zahlreiche Stücke aus h.o.p.e.-Zeiten erhalten – allerdings werden sie neu arrangiert und ins Deutsche umgeschrieben. Ausschließlich deutsche Texte und trotzdem ein englischer Bandname? Arnold und Kleist haben dafür eine einfache Erklärung: Port London definieren ihren Musikstil als Britpop auf Deutsch. Was zunächst völlig widersprüchlich klingt, findet seine ganz eigene Nische – Jonas’ Gesang kommt auf Deutsch noch gefühlvoller und weicher, als das vorher der Fall war. Britpoppig sind vor allem die gitarrenlastigen Bridges und die poppig-süßen, pianogetränkten Melodien, die meist melancholisch, aber doch immer leicht klingen. In den Strophen werden Erinnerungen an längst vergessene deutsche Indie-Popbands wie Virginia jetzt! wach, aber auch Gedanken an die Großmeister von Coldplay oder The Script lassen sich nicht so ganz wegwischen. Zum Glück! »Wir sind wahnsinnig stolz, mit solchen Bands verglichen zu werden«. Das Bild des Hafens steht fürs Heimkommen, Ankommen und Zuhausefühlen. London dagegen sieht das Quartett als das Herz des Britpops, eine Stadt voll Glamour, Licht und Glanz.

Derzeit arbeitet die Band im legendären »Art of June«-Studio in Frankfurt mit dessen Inhaber Heinz Hess und einem Band-Coach, Pur-Schlagzeuger Martin »Stöcki« Stoeck, an ihrem ersten Album. Dort haben bereits Größen wie Cassandra Steen, Tok Tok Tok oder Erik Truffaz produziert. Die Band freut sich über die Möglichkeiten, die ihnen diese Zusammenarbeit eröffnet: »Unser Sound hat sich im Studio noch mal weiterentwickelt«. Man habe Zeit, Sounds zu entwickeln und zu finden und das habe auch noch einmal das Band-Gefüge zusammengeschweißt.

Rund 20 Demoversionen hat die Gruppe bereits eingespielt, elf bis zwölf Songs sollen den Weg auf die Platte finden. Die Vertragsverhandlungen für einen Plattenvertrag laufen. Alle Songs sind selbst komponiert, gecovert wird bei Port London nicht. Komplettiert wird die Gruppe durch Artur Lehr (Bass) und Manu Kölbach am Schlagzeug. Gegründet wurde h.o.p.e. 2006 von Mark Arnold und Jonas Kleist, die schon mit zwölf und 14 Jahren begannen, Musik zu machen. Entstanden ist die Band zunächst im christlichen Bereich. »Wir haben eigentlich nach Musikern gesucht, es waren immer Freunde, die dazugestoßen sind. Deswegen geht der Spaß auch nie verloren.«

Einen Vorgeschmack auf das Album soll es bereits Ende Februar geben. Dann kommt ein Promotionvideo heraus. Zunächst aber stellen sich Port London beim »Heavy Rotation Festival« morgen von 18.15 bis 19 Uhr im Kulturzentrum Jokus vor. sag

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Artikel vom 09.02.2012 - 17.37 Uhr
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