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OVAG-Literaturpreisträger lesen eigene Geschichten vor

Artikel vom 01.02.2012 - 18.31 Uhr

OVAG-Literaturpreisträger lesen eigene Geschichten vor

»Wörter sind sehr mächtige Werkzeuge. Aber man muss ihren Gebrauch auch üben«, formulierte Elke Siegfried vom Staatlichen Schulamt zur Begrüßung der Schüler, die in der Aula der Pestalozzischule zur ersten heimischen Lesung von vier Gewinnerinnen des OVAG-Jugendliteraturpreises 2011 gekommen waren.

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In der Aula der Pestalozzischule lesen (von links) Selina Hillebrand, Lea Rösner, Aylin Braunewell und Marie-Luise Lohmeyer ihre Geschichten vor. (gl)
Die jungen Frauen – Selina Hillebrand aus Hungen, Aylin Braunewell und Lea Rösner aus Butzbach sowie Marie-Luise Lohmeyer aus Laubach – lasen ihre preisgekrönten Geschichten: Erzählungen, die nicht nur ausgesprochen erwachsen wirkten, sondern auch zeigten, dass die vier Jugendlichen gelernt haben, wie man Worte richtig einsetzen kann. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz, das Lehrerkollegium mit Schulleiterin Anne Peters und die Schüler aus den Jahrgangsstufen fünf bis zehn lauschten mit großer Aufmerksamkeit den Vorleserinnen.

Die 16-jährige Selina las ihre Erzählung, in der es um den Verlust eines ungeborenen Kindes, Kindesentführung und den Tod der leiblichen Mutter geht. Die erst 15-jährige Aylin, die bereits 2010 als 14-Jährige einen Siegerplatz im OVAG-Wettbewerb belegen konnte, überraschte mit ihrer Geschichte »Schnee«, in der Drogensucht thematisiert wird. Auch die 16-jährige Lea hatte sich mit ihrer Erzählung »Sommerregen« einem ernsten Thema gewidmet: der Leukämie. Und Marie-Luise erzählte von einer Partynacht im Leben einer Jugendlichen, die ihrem frustrierenden Alltag entkommen will, am Ende aber erkennt, dass Alkohol und Feiern auch keine Lösung sind.

Diese vier Geschichten, und 18 weitere, sind im dieser Tage herausgegebenen Band »Gesammelte Werke« zum Jugendliteraturpreis 2011 der OVAG abgedruckt. Rund 300 Schüler reichen jedes Jahr ihre selbst geschriebenen Geschichten ein, die besten 22 werden seit nunmehr neun Jahren jeweils im August prämiert und mit Geldpreisen und der Teilnahme an einem viertägigen Schreibworkshop mit Schriftstellern und Journalisten belohnt. Auch die Aufnahme eines Hörbuchs gehört dazu und anschließend gehen die Preisträger auf Lesetour, wie nun in der Pestalozzischule. In der Schule sind nach Auskunft von Lehrerin Susan Zeh-Fiedler bereits jetzt 15 Arbeiten von Schülern abgegeben worden, die sich damit für den diesjährigen OVAG-Literaturpreis bewerben (Einsendeschluss ist der 15. Juni). Und auch die vier aktuellen Preisträgerinnen kündigten auf die Frage von OVAG-Wettbewerbsorganisator Andreas Matlé an, auch in diesem Jahr wieder teilnehmen zu wollen.

Nach der Lesung gab es für alle Beteiligten in der Schule ein gemeinsames Frühstück, organisiert von Thomas Volkert und den Mitarbeitern des Schulkiosks. gl

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