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Musikschule Gießen war zu Besuch in Netanya

Artikel vom 26.01.2012 - 17.41 Uhr

Musikschule Gießen war zu Besuch in Netanya

Mitglieder der Musikschule Gießen/Butzbach waren Anfang Januar zu Gast in der israelischen Partnerstadt Netanya. Drei Konzerte gaben die Musiker gemeinsam mit ihren Gastgebern.

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Die Reisegruppe vor der Skyline von Jaffa. (Fotos: pv)
Es muss schon ein denkwürdiger Anblick gewesen sein, als Anfang Januar eine 33-köpfige Delegation der Musikschule Gießen in die israelische Partnerstadt Netanya reiste, um gemeinsam mit Instrumentalisten der dortigen kommunalen Musikschule und des Nitzan-Chors zu musizieren. Denn nicht nur die Musiker – der Jüngste zwölf, der älteste über 60 Jahre alt – machten sich mit dem Flugzeug auf in die Stadt am Mittelmeer, sondern auch all ihre Instrumente. Und weil Celli und Horn keine transportsicheren Instrumentenkästen hatten, um im Gepäckraum verstaut zu werden, mussten für vier Celli eigene Sitzplätze in der Kabine gebucht werden. Auch das Horn reiste auf dem Schoß seiner Besitzerin mit.

Erlebnisreiche Tage haben die Schützlinge von Musikschulleiterin Katja Marauhn in
Israel verlebt. Nachdem im August 2010 der Nitzan-Chor aus Netanya unter der Leitung von Vita Gurevich in Gießen zu Gast war und zahlreiche Auftritte absolviert hatte, stand nun der Gegenbesuch von Gießener Seite an – übrigens der erste rein kulturelle Austausch von städtischer Seite.

Untergebracht waren die Musiker – Schüler und Lehrer der Musikschule Gießen und drei aus Butzbach – in Gastfamilien, um möglichst viel vom alltäglichen Leben in Israel mitzuerleben und Freundschaften schließen zu können. Neben Freizeitaktivitäten, Stadtführungen und gemeinsamen Essen – hierbei beeindruckte die außerordentliche Gastfreundschaft der israelischen Familien – standen auch drei Konzerte auf dem Programm. Unter der künstlerischen Leitung von Martin Gärtner probten Deutsche und Israeli zusammen, Vita Gurevich dirigierte den Nitzan-Chor und gemeinsam gestalteten alle Musiker drei anspruchsvolle Konzerte.

Bereits am zweiten Tag nach der Ankunft stand ein Auftritt im Kulturzentrum von Kfar Jona, einem Ort etwa 20 Kilometer entfernt von Netanya, auf dem Programm. Tags drauf folgte in eher familiärer Atmosphäre ein Konzert im Kibbuz Kabri und beim großen Abschlusskonzert am letzten Abend der Woche in der Musikschule von Netanya zeigte sich, dass die Musiker aus Deutschland und Israel gut zueinandergefunden hatten.

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Unter der Leitung von Martin Gärtner geben die Streicher aus Netanya mit den Gästen aus Deutschland ein Konzert im Kulturzentrum von Kfar Jona.
Gustav Holsts »Brook Green Suite«, die Sinfonie Nr. 100 von Joseph Haydns, zwei Sätze aus Charles Gounods »Petite Symphonie« für Bläser, zwei Menuette für Streicher von Giacomo Puccini und das Rondo aus dem Flötenkonzert von Johann Quantz (Solist: Michel Weiss) erklangen. Gemeinsam mit dem Nitzan-Chor wurde auch das »Stabat Mater« von Giovanni Pergolesi in das Programm aufgenommen.



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Artikel vom 26.01.2012 - 17.41 Uhr
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