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Meisterwerke berühmter Leica-Fotografen

Artikel vom 27.01.2012 - 18.00 Uhr

Meisterwerke berühmter Leica-Fotografen

Sie sind kaum größer als ein halber Quadratmeter, aber von ihnen geht enorme Anziehungskraft aus: Die 80 Fotografien berühmter Leica-Fotografen, die derzeit im Oberhessischen Museum im Alten Schloss ausgestellt sind.

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Dr. Knut Kühn-Leitz, Enkel des Leica-Wegbereiters Ernst Leitz II., vor den Porträts von Hilde Domin, Albert Schweitzer, Gandhi und Sir Simon Rattle. (Foto: gl)
Selten hat man dort einen solchen Ansturm von Besuchern erlebt, wie zur Vernissage am Donnerstagabend. Kaum dass es noch Platz zum Stehen gegeben hätte für die zahlreichen Besucher und so manch einer wird sicher noch einmal wiederkehren, um die Fotografien in aller Ruhe betrachten zu können.

Zusammengestellt hat die Ausstellung Dr. Knut Kühn-Leitz, der auch zur Eröffnung anwesend war. Der 75-Jährige ist der Enkel des Wetzlarer Unternehmers Ernst Leitz II., der mit seiner Entscheidung, die Leica in Serie herzustellen, die Fotografie revolutioniert hat. Die kleine, nur 500 Gramm leichte, handliche Kamera, die 1924 entwickelt wurde und die Fotografen vom umständlichen Hantieren mit der schweren Plattenkamera erlöste, hat die Fotografie nachhaltig beeinflusst. Von Anfang an erlaubte sie, unauffällig 36 Bilder in rascher Folge zu machen und so, auch dank diverser Wechselobjektive, das Leben fast unbemerkt in lebendigen Bildern festzuhalten. Mit der Leica begann auch die Geschichte des Fotojournalismus.

Die Ausstellung im Oberhessischen Museum, die vor einigen Jahren bereits in Solms, wo Leica heute seinen Sitz hat, gezeigt worden war, gibt einen guten Überblick über die Möglichkeiten der Leica. 80 Fotografien hat Dr. Kühn-Leitz aus seinem privaten Fundus zusammengestellt. Sie alle sind von berühmten Leica-Fotografen gemacht: »Der gestohlene Degen« von Robert Lebeck – das auch das Plakat zur Ausstellung ziert und von Museumsdirektor Dr. Friedhelm Häring exemplarisch vor dem Publikum der Vernissage interpretiert wurde – ist vertreten, aber auch Henri Cartier-Bressons fast wie ein Gemälde wirkende Rückenansicht von Frauen in Kaschmir: Aufnahmen von ungeheurer Strahlkraft.

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Einen solchen Besucherandrang wie zur Ausstellungseröffnung von »Meisterwerke berühmter Leica-Fotografen« erlebt das Oberhessische Musem mit seinem Leiter Dr. Friedhelm Häring (rechts) wohl äußerst selten. (gl)
Die Fotos im Oberhessischen Museum sind allesamt von Fotografen der Weltspitze gemacht. Die Schau zeigt Werke von allein acht Mitgliedern der weltbekannten Fotoagentur »Magnum«: Außer Cartier-Bressson sind das Werner Bischof, René Burri, Elliott Erwitt, Ernst Haas, Thomas Hoepker, Inge Morath und Sebastião Salgado. Aber auch andere klangvolle Namen wie Alfred Eisenstaedt oder Eugene W. Smith, die für das Magazin »LIFE« im Einsatz waren, oder Erich Salomon, Ulrich Mack, Andreas Feininger und Jewgenij Chaldej sind vertreten.

Ein wesentlicher Teil der Sammlung befasst sich mit Aufnahmen aus der Nachkriegszeit Deutschlands, von der Potsdamer Konferenz 1945 bis zur Wiedervereinigung 1989. Der Schwerpunkt liegt in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und in den 50er und 70er Jahren des vorigen Jahrhundert. Älteste Fotos sind die Aufnahmen von Ernst Leitz, mit der er 1914 Passanten in einer Straße von Manhattan für die Ewigkeit festgehalten hat, und eine Aufnahme der Wetzlarer Altstadt von Oskar Barnack, ebenfalls aus dem Jahre 1914.



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Artikel vom 27.01.2012 - 18.00 Uhr
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