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»Leute, das ist Integration!«: Afrikanische Nacht im Rathaus

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Artikel vom 24.08.2014 - 18.53 Uhr

»Leute, das ist Integration!«: Afrikanische Nacht im Rathaus

Erleben mit allen Sinnen: Der Konzertsaal platzt aus allen Nähten, denn Fallou Sy hat mit seinem Konzept des völkerverbindenen Kulturaustauschs einen Volltreffer gelandet.

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Musik und Tänze aus dem Senegal prägten die »Afrikanische Nacht« im Konzertsaal des Rathauses. (Foto: ik)
© Gabriele Krämer
Da war er nun doch noch, der Sommer: Mitten in der Stadt machte er sich breit, und das einen ganzen Samstagabend lang. Heiße Rhythmen und eine intensive Verbundenheit mit dem Schwarzen Kontinent und seiner Kultur prägten die »Afrikanische Nacht«, die in ihrer zweiten Auflage für einen enormen Publikumsandrang sorgte. Der Konzertsaal des Rathauses platzte förmlich aus allen Nähten; zusätzliche Stühle mussten herbeigeschafft werden und zu fortgeschrittener Stunde standen die Besucher bis im Foyer.

Fallou Sy, musikalischer Tausendsassa aus dem Senegal mit Wahl-Heimat in Gießen (die »Gießener Allgemeine« berichtete) hat mit seinem Konzept eines völkerverbindenden Kulturaustauschs einen Volltreffer gelandet und freute sich selbst unbändig darüber: »Leute, ich bin richtig begeistert! Es ist so schön, dass ich meine Kultur an euch weitergeben kann.« Die explosive Mischung aus Trommelzauber, Afro-Pop und Tanz riss alle mit – das war weder eine Frage der Nationalität noch des Alters. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz sparte in ihrer Begrüßung denn auch nicht mit Lob und versicherte Fallou Sy: »Sie und Ihre Musiker sind eine Bereicherung für diese Stadt. Sie gehören hierher.« Auch eine dritte »Afrikanische Nacht«, die nach Vorstellungen von Fallou Sy sogar in einem Gießener Afrika-Festival gipfeln könnte, werde die Stadt unterstützen.

Interaktion war am Samstag das Gebot der Stunde. In einer beschleunigten Aufwärmphase, von Sy in der ihm so eigenen humorvollen Art moderiert, war das Publikum kaum zu bremsen. Die im Konzertsaal verteilten 50 Trommeln und 100 eiförmigen Rasseln (Shaker) waren rasch in Besitz genommen und entfalteten ihren vollen Sound – in Windeseile freundeten sich Jung und Alt mit den von Sy vorgebenen Rhythmen an und entlockten den Instrumenten ihren vollen Sound. Die Quittung vom Chef kam prompt und augenzwinkernd: »Leute, klasse. Das ist Integration!«

Immer wieder brandete tosender Beifall auf – typisch für diesen bemerkenswerten Abend, an dem zunächst Moulaye Seck die Fäden zog. Der charismatische Trommler, Tänzer und Choreograf stimmte die Zuhörer gemeinsam mit seinen Trommelschülern auf den Abend ein, um dann den Konzertsaal mit seiner Band La Lumière (Das Licht) innerhalb weniger Minuten in einen Hexenkessel zu verwandeln. Zwei unglaublich wendige Tänzerinnen und ein Tänzer, die mit ihrer ausgezeichneten Performance fast schon eine Kampfsportart demonstrierten, ernteten immer wieder frenetischen Applaus.

+++ Weitere Fotos von der »Afrikanischen Nacht« in der Bildergalerie



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Artikel vom 24.08.2014 - 18.53 Uhr
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Leserkommentare
(28.08.2014 10:08)
Gießenerin
Das war
wirklich ein Hammer-Abend. Super!
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