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Karat gastiert am 29. April in den Hessenhallen

Artikel vom 07.02.2012 - 09.45 Uhr

Karat gastiert am 29. April in den Hessenhallen

Karat, die Kultband aus Berlin, gastiert am 29. April in den Hessenhallen und war dieser Tage zur Stippvisite bei der »Gießener Allgemeinen«.

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Hausbesuch mit Ständchen für unsere Leser: Den »Schwanenkönig unplugged« intonierten die Karat-Musiker (v. l.) Christian Liebig, Claudius Dreilich und Bernd Römer. Am 29. April tritt die Band in den Gießener Hessenhallen auf. Dann sind natürlich auch Michael Schwandt und Martin Becker mit von der Partie. (Foto: one)
Live-Sendung beim Hörfunk in Kassel, Zeitungs-Interview in Gießen und spät am Abend noch ins Hotel nach Bad Vilbel: Ein langer Tag und viele Autobahn-Kilometer für diese drei, die schon im Morgengrauen in Berlin zu ihrer Promo-Tour aufgebrochen sind. Claudius Dreilich (Sänger), Bernd Römer (Gitarre) und Christian Liebig (Bassgitarre) rühren fleißig die Werbetrommel: Am Sonntag, dem 29. April, um 20 Uhr gastieren sie mit der Ostrock-Kultband Karat (»Über sieben Brücken«, »Der blaue Planet«) in den Gießener Hessenhallen. Während die Kollegen Martin Becker (Keyboard) und Michael Schwandt (Schlagzeug) in der Sonne von Thailand bzw. Guatemala den verlängerten Winterurlaub genießen, sondiert das Trio das Terrain in Hessen.

Als Scout für die drei aus Berlin fungiert an diesem Tag Christian Schmidt, Mitarbeiter des in Gemünden/Wohra ansässigen Konzertveranstalters Depro Concert. Agentur-Chef Michael Deuker verbindet schon seit langer Zeit eine innige Freundschaft mit den Jungs von Karat.

Seit mittlerweile 37 Jahren besteht diese Rockband, aber bis nach Gießen hat es die Musiker bisher noch nicht verschlagen: »Der Süden kam immer ein bisschen zu kurz. Es hat eine Weile gedauert, aber jetzt wollen wir hier mehr machen«, sagt Dreilich beim Besuch im Verlagsgebäude der Gießener Allgemeinen. Und so ist auch schon ein Konzert im Rhein-Main-Theater in Niedernhausen (Sa., 28. April, 20 Uhr) beschlossene Sache. Claudius ist – wie Karat-Fans selbstverständlich wissen – vor sieben Jahren als Sänger in die Fußstapfen seines im Jahre 2004 verstorbenen Vaters und Karat-Mitbegründers Herbert Dreilich gestiegen.

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Auch auf der neuen Tournee dürfte klar sein, dass Karat mit einem unverwechselbaren Stil immer auf der Höhe der Zeit sind, ohne sich dem allzu flüchtigen Zeitgeist zu unterwerfen. 1975 in Berlin gegründet, gehörte die Band zu den erfolgreichsten Vertretern dieses Genres in der DDR. Mit deutschsprachiger Rockmusik ist die Gruppe bis heute erfolgreich. Das bedeutet keineswegs, dass einmal eingeschlagene Wege nicht verlassen werden – im Gegenteil. Lust auf Neues und Kreativität bestimmen nach wie vor das künstlerische Schaffen von Karat.

Dass die Musiker längst an einem neuen Album arbeiten (es wird das 18. sein!), ist sonnenklar – spätestens in drei Jahren soll das Prachtstück auf den Markt kommen, denn dann wird das 40-Jährige gefeiert. Auf einen konkreten Erscheinungstermin lassen sich Claudius, Bernd und Christian im Gespräch mit dieser Zeitung nicht festlegen – warum auch? Karat sind unabhängig, keiner großen Plattenfirma, sondern allein sich selbst verpflichtet. Mit ihren Songs sieht das ähnlich aus: Da ist die Band nur zu wenig Kompromissen bereit, denn, so Dreilich: »Karat ist auch eine Lebenseinstellung.« Dreilich: »Wir wollen uns nicht neu erfinden, sondern wir sind ganz froh, dass wir unseren Deckel gefunden haben.«



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Artikel vom 07.02.2012 - 09.45 Uhr
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