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Die Kümmerei beim Hausbesuch in der Modern Music School

Artikel vom 25.02.2010 - 18.30 Uhr

Die Kümmerei beim Hausbesuch in der Modern Music School

Beim Hausbesuch der Kümmerei in der Modern Music School wünscht sich Sebastian Schlöndorf eine zentrale Einrichtung. Längst genieße die Stadt Gießen weit über ihre Grenzen hinaus in der musikalischen Welt hohes Ansehen, betonte der Leiter der Modern Music School (MMS) im Musikhaus Schoenau im Schiffenberger Weg.
Diskutieren mit ihren Gästen über Perspektiven der heimischen Musikbranche: Jörg Wagner, Manuela Weichenrieder und Sebastian Sch
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Diskutieren mit ihren Gästen über Perspektiven der heimischen Musikbranche: Jörg Wagner, Manuela Weichenrieder und Sebastian Schlöndorf. (Foto: olz)
Jeden Abend Live-Musik mit regionalen Bands und auch mit weltbekannten Größen? Ohne Zweifel habe Gießen das künstlerische und geografische Potenzial dazu, doch um diese Vorstellung auch wirklich umsetzen zu können, sei vor allem eines nötig: Ein privatwirtschaftliches Zentrum, das sich zur Anlaufstelle für Musiker entwickeln und neben Gastronomie Einrichtungen des musikalischen Bedarfs, beispielsweise Tonstudios, umfassen könnte.

Einen Ort, an dem er seinen Traum gern realisiert sehen würde, hat Schlöndorf schon ins Auge gefasst: Das Kellertheater-Gebäude samt umliegendem Areal auf dem ehemaligen US-Gelände würde nicht nur die Möglichkeit bieten, ein Musikzentrum einzurichten, sondern in Verbindung damit auch Künstler anderer Professionen anzusiedeln. Ein Wunsch, der aus einem handfesten Bedarf resultiert - das macht nicht nur die Diskussion zwischen Musikschulleiter, Manuela Weichenrieder und Jörg Wagner von der Kümmerei und den etwa 20 Gästen, die zum Hausbesuch gekommen waren, mehr als deutlich.

Immer wieder wird im Gespräch auf nicht ausreichend zur Verfügung stehende Proberäume und fehlende interne Koordination der heimischen Musikbranche hingewiesen, doch insbesondere der Rundgang durch die Schule lässt klar erkennen, dass vor allem Platz für die musikalische Ausbildung benötigt wird. Zwar habe die Schule mittlerweile ab April zusätzliche Räume in der Rudolf-Diesel-Straße angemietet, doch die größere Lösung des Musikzentrums biete klare Vorteile, so Schlöndorf.

Denn neben Flächen zum Üben erhielten Nachwuchsbands erheblich mehr Gelegenheit, vor Publikum aufzutreten als bislang. Die Ausbildung dieser Bands haben sich Schlöndorf und seine Musiklehrer zur Aufgabe gemacht. In seinem Vortrag »Evolution von der Instrumental- zur Musikschule« betont der Schulleiter, dass der Unterricht an der MMS so angelegt sei, dass Schüler auf das Zusammenspiel in Gruppen vorbereitet würden. Mittlerweile könne die Schule - an der unter anderem zwei Künstler der Band JULI betreut wurden - auf zahlreiche Erfolge zurückblicken, erklärt Schlöndorf seinen Gästen. olz

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