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Promotionsfeier Medizin: 63 Doktoranden verabschiedet

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Artikel vom 14.11.2014 - 11.40 Uhr

Promotionsfeier Medizin: 63 Doktoranden verabschiedet

Gießen (alb). Bei einer feierlichen Veranstaltung erhielten am Mittwochabend 63 Doktoranden des Fachbereiches Medizin der Justus-Liebig-Universität in der Aula in der Ludwigstraße ihre Promotionsurkunden.

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Den Promotionspreis der Landesärztekammer erhielt Liliana Offer aus den Händen des Präsidenten Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach (r.) Links Medizin-Podekan Schnettler.
© Alexander Bock
Insgesamt waren im vergangenen Jahr 127 Studenten promoviert worden – nicht alle konnten anwesend sein. Sie teilen sich auf in Doktoren der Medizin (Dr. med.), der Zahnmedizin (Dr. med. dent.), der Humanbiologie (Dr. biol. hum.) sowie jene mit dem internationalen englischsprachigen Abschluss als Doctor of Philosophy (Ph.D.).

Die Vielfalt der Arbeiten gebe die rege Forschung am Universitätsklinikum wieder, betonte Prof. Trinad Chakraborty, Dekan des Fachbereichs Medizin, in seiner Eröffnungsansprache. »Exzellenz in der Forschung ist die Voraussetzung für ausgezeichnete Lehre – und umgekehrt.« Er wies auf den starken Wettbewerb in der medizinischen Forschung hin und zeigte sich daher stolz, dass sein Fachbereich für über 55 Prozent der Drittmitteleinwerbungen der gesamten Universität verantwortlich sei. In den letzten fünf Jahren habe sich der Fachbereich signifikant weiterentwickelt. So verfüge man mittlerweile über ein Exzellenzcluster, vier Sonderforschungsbereiche sowie zwei nationale Gesundheitszentren.

Auch Prodekan Prof. Reinhard Schnettler lobte die Doktoranden. Sie mehrten die Reputation der Justus-Liebig-Universität. Insbesondere hob er das Arbeitsklima an der Lahn hervor, denn Forschung könne nur im Geiste der absoluten Freiheit gedeihen.

Promotionspreis für Liliana Offer

Eine besondere Ehre wurde Liliana Offer zuteil. Sie erhielt den Promotionspreis der Landesärztekammer Hessen aus den Händen des Präsidenten Gottfried von Knoblauch zu Hatzbach. Die Organisation der ärztlichen Selbstverwaltung zeichnete sie für ihre exzellente Dissertation über Knochenzement aus. Offer wurde 1972 in den Niederlanden geboren und wuchs in Venezuela auf. Zum Promotionsstudium kam sie 2010 nach Deutschland; seit Dezember 2010 ist sie Assistenzärztin der chirurgischen Abteilung der Asklepios-Klinik in Lich, im April 2012 erhielt sie ihre Approbation. Der Promotionspreis wird seit 1996 verliehen und ist mit 3000 Euro dotiert. Im turnusmäßigen Wechsel werden mit ihm Promovenden aus Marburg, Gießen und Frankfurt ausgezeichnet. Ebenfalls mit Geschenken bedacht wurden jene Doktoranden, die ihre Promotion mit der höchsten Bewertungsstufe »summa cum laude« abschließen konnten. Dies waren Alexander Ehnes, Daniela Harnacke, Christian Michel und Matthäus Pilch sowie für seine Ph.D.-Arbeit Elie El Agha.

Den möglichen weiteren Weg aller 127 Promovenden zeichnete in seinem Festvortrag Prof. Jürgen Schölmerich, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. Wichtig war ihm vor allem eine Feststellung: »Nachwuchsförderung ist eine der vornehmsten Aufgaben einer medizinischen Fakultät.« Im Laufe einer wissenschaftlichen Karriere in der Medizin komme es vor allem auf Zufall, Glück und gute Mentoren an. Diese Trinität habe auch ihm selbst manch unerwarteten Karriereschritt ermöglicht, daher wolle er den Rat gerne weitergeben.

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Artikel vom 14.11.2014 - 11.40 Uhr
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