Sie sind hier: Startseite » Stadt » Hochschulen »

Mukherjee: Klinikum braucht Verlässlichkeit

Artikel vom 01.12.2012 - 16.30 Uhr

Mukherjee: Klinikum braucht Verlässlichkeit

Gießen (kw). Deutliche Kritik an der Rhön-Klinikum AG hat Prof. Joybrato Mukherjee am Freitag beim Akademischen Festakt der Justus-Liebig-Universität geäußert. »Wir brauchen dringend wieder geordnete und langfristig verlässliche Verhältnisse«, sagte der JLU-Präsident mit Blick auf den Betreiber des Uniklinikums.

festakt_az_011212
Lupe - Artikelbild vergrössern
Ein Teil der Preisträger – einige konnten am Festakt nicht teilnehmen – mit Vertretern des JLU-Präsidiums. (Foto: fm)
Damit beide Partner »auf den erfolgreichen Entwicklungspfad zurückkehren« könnten, sei eine »realistische betriebswirtschaftliche Erwartung« der Rhön AG nötig, betonte Mukherjee in der fast voll besetzten Uni-Aula unter anderem vor Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) und Landtagspräsident Norbert Kartmann. Elf Nachwuchswissenschaftler wurden für exzellente Leistungen ausgezeichnet, die Festrede hielt Prof. Helmut Schwarz (siehe unten).

Die JLU befinde sich in einer »Phase ungeheurer Dynamik«, wie es sie vielleicht nur alle 50 Jahre gebe, sagte Mukherjee. Als Beispiele nannte er den »atemberaubenden« Bau-Boom, die Rekord-Studentenzahlen, den hohen Anteil an Drittmitteln an den Finanzen, die fortschreitende Vernetzung mit Partnern in Deutschland und in aller Welt sowie zahlreiche Erfolge in Forschung und Lehre, etwa bei der Landes-Exzellenzinitiative »Loewe« (Bericht auf dieser Seite). »Lassen Sie uns diese Chance ergreifen«, so sein Appell an die JLU-Mitglieder.

Im Fokus gestanden habe in diesem Jahr aber die Universitätsmedizin. »Unbedachte Äußerungen« von Rhön-Vertretern hätten zu einer »ausgesprochen instabilen Situation« im Klinikum geführt. Hinzu gekommen seien die gescheiterten Übernahmeangebote, die Diskussionen um die Partikeltherapie in Marburg sowie Kritik an tatsächlichen oder vermeintlichen Missständen im Krankenhausbetrieb. Er sei froh, dass die Aktiengesellschaft nun Gespräche mit der Landesregierung über die Zukunft des Uniklinikums Gießen und Marburg führe, so Mukherjee.

Der Röntgenpreis der Justus-Liebig-Universität ging an Dr. Christoph Bostedt (Stanford University, Kalifornien/USA). Der Physiker – Sohn des emeritierten JLU-Veterinärmediziners Prof. Hartwig Bostedt – erhält den mit 10 000 Euro dotierten Preis in Anerkennung seiner herausragenden Tätigkeit an den Freie-Elektronen-Lasern FLASH und LCLS, mit denen Wissenschaftler die Struktur der Materie erkunden. Gestiftet wird der Preis von der Pfeiffer Vacuum Technology AG, der Dr.-Erich-Pfeiffer-Stiftung und der Ludwig-Schunk-Stiftung.

Prof. Roland W. Fleming von der Abteilung Allgemeine Psychologie der JLU erhielt den mit 5000 Euro dotierten Preis der Justus-Liebig-Universität für seine Arbeiten im Bereich der visuellen Wahrnehmung. Unter anderem erforscht er, wie das Gehirn die Formen dreidimensionaler Körper erkennt.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 01.12.2012 - 16.30 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang