Sie sind hier: Startseite » Stadt » Hochschulen »

»Ideen 2020« in der Kunsthalle

  Anzeige

Artikel vom 31.08.2013 - 19.22 Uhr

»Ideen 2020« in der Kunsthalle

Gießen (kw). Der Computerexperte Finn Peeters ist gerade nach Neopolis gezogen. Er lebt in einem blattförmigen Haus und weiß, welche Krankheitsrisiken sein Erbgut trägt. Seine Erlebnisse sind der rote Faden der Ausstellung »Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen«, die in der Kunsthalle im Rathaus zu sehen ist.

oliideen2020_300813_1
Lupe - Artikelbild vergrössern
Am zentralen »Multimediatisch« kann man Fragen stellen, erläuterte Projektleiterin Beetz den Eröffnungsrednern Schreiner, Braun, Grabe-Bolz und Runkel (vorn, v. l.). (Foto: Schepp)
Wie werden wir in einigen Jahren leben? Wie werden wir wohnen, uns fortbewegen? Antworten will die Ausstellung der Helmholtz-Gemeinschaft geben. Ziel sei es, die Bedeutung von Wissenschaft für das alltägliche Leben zu verdeutlichen – in einer Zeit, in der Forschung von vielen als unzugänglich, vielleicht auch unverständlich wahrgenommen werde, sagte Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz bei der Eröffnung am Donnerstagabend vor rund 80 Gästen. Sie betonte, dass die Ausstellung spielerisch und zum Mitmachen gestaltet ist. Herzstück sind sieben kunstvoll entworfene Stelen. An Bildschirmen können große wie kleine Besucher immer detaillierte Informationen anklicken zu Themen wie Energie, Gesundheit, Industrie, Ressourcenschonung und Internet. Sie können auch eigene Fragen stellen.

Der Bundestag habe »Ideen 2020« in Auftrag gegeben, um mehr junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern, erklärte Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, das die Wanderausstellung fördert. »Unser Planet steht vor unfassbaren Herausforderungen«, von der rasant wachsenden Weltbevölkerung bis zum Klimawandel. Die Stadt Gießen mit ihren Hochschulen – beide gestalten das Rahmenprogramm mit (siehe Kasten) – habe das Potenzial, die dringend gebrauchten Fachkräfte auszubilden.

Die Justus-Liebig-Universität mit ihrem Schwerpunkt Lebenswissenschaften könne die »Zukunft mitgestalten«, erklärte JLU- Vizepräsident Prof. Peter R. Schreiner. Sie bemühe sich auf vielfältige Weise, Kinder und Jugendliche für diese Fächer zu gewinnen, etwa bei Justus’ Kinderuni oder mit Lehrerfortbildungen. Der Chemiker August Kekulé habe die Benzol-Struktur sozusagen im Halbschlaf entdeckt. Dies zeige, wie Ideen entstehen: »Lernen wir zu träumen« – und diese Träume dann mit wachem Verstand und solidem Grundwissen zu prüfen.

Prof. Frank Runkel, Vizepräsident der Technischen Hochschule Mittelhessen, erinnerte sich an eine Kindheit, in der er auf Schiefertafel, Lexikon und Straßenkarten angewiesen war. »Vieles, was vor 30 Jahren als Science Fiction betrachtet wurde, gehört heute zur Alltagsrealität.« Man müsse eigentlich jeden Tag staunen über die Fortschritte der Wissenschaft. Mittelhessen sei »die Bildungsregion Deutschlands«, er hoffe auf »scharenweise Besucher«.

Bei kaum einer Station habe ihre Ausstellung derart »geleuchtet« wie in der Gießener Kunsthalle, freute sich die Projektleiterin Dr. Susann Beetz. Sie erläuterte Interessierten bei einer ersten Führung Details.

Im Begleitprogramm berichten Wissenschaftler der heimischen Hochschulen über »Gießener Ideen für die Zukunft«. Beginn ist immer dienstags 18 Uhr im Konzertsaal.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 31.08.2013 - 19.22 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang