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Kampf um Quotenplätze nach WM-Revolution

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Artikel vom 11.01.2017 - 12.33 Uhr

Kampf um Quotenplätze nach WM-Revolution

Zürich (dpa) - Der Weltmeister steht in der Schmollecke, doch das große Grummeln nutzt dem deutschen Fußball nichts.
Reinhard Grindel
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DFB-Präsident Reinhard Grindel bringt sich in Stellung: Beim Gerangel um die Verteilung der neuen WM-Plätze will er sich für möglichst viele europäische Teilnehmer einsetzen. Foto: Martin Schutt
© dpa
Bei allem Unverständnis für die von FIFA-Boss Gianni Infantino durchgesetzte 48er-WM hat DFB-Chef Reinhard Grindel deshalb auch schnell in den Angriffsmodus umgeschaltet und sich - obwohl international noch ohne Amt und Mandat - zum kontinentalen Vorkämpfer für möglichst viele europäische Startplätze beim Mammut-Turnier 2026 gemacht.

«Bei allem Verständnis und aller Sympathie für die Bestrebungen, den Fußball auch weiter in Regionen Afrikas und Asiens zu entwickeln, muss jedem auch klar sein, dass es allen dient, den elementar wichtigen Kernmarkt Europa auch bei den Startplätzen weiterhin stark abzubilden», sagte Grindel nach dem außerhalb Europas überall hoch willkommenen FIFA-Beschluss.

16 neue WM-Plätze können in den nächsten Monaten an die sechs Konföderationen vergeben werden. Möglicherweise fällt eine Entscheidung rund um den FIFA-Kongress am 11. Mai in Bahrain, bei dem Grindel sehr wahrscheinlich in das FIFA-Council einziehen wird. Infantino versprach, dass alle einen Zuschlag bekommen. Aber: «Manche werden mehr mehr bekommen, andere weniger mehr», sagte der FIFA-Boss.

Auch FIFA-Vizepräsident Scheich Ibrahim bin al-Chalifa zögerte als asiatischer Verbandschef aus gutem Grund nicht, für seinen Kontinent verbal zu trommeln. «Wir glauben, dass Asien als größter Kontinent mehr Plätze verdient als bislang, wenn man sich die Wirtschaftskraft anschaut und die Beliebtheit des Spiels sowie der riesigen Fußball-Entwicklung auf allen Ebenen», sagte der Bahrainer, der als Council-Mitglied den historischen Beschluss mit durchgewunken hatte.

Im Kampf um die Quoten darf auch ein bisschen geschummelt werden. Größter Fußball-Kontinent ist nicht Asien, sondern immer noch Europa mit 55 FIFA-Mitgliedern. Wie Afrika (54) werden aber auch die Asiaten (47) die großen Gewinner der Mammut-WM sein und die prozentual größten Steigerungsraten verbuchen können.



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