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Zermürbungstaktik der 46ers geht auf

Artikel vom 15.03.2010 - 02.00 Uhr

Zermürbungstaktik der 46ers geht auf

Wie in Durchgang eins kamen die Gießener nach der Halbzeit nicht in Schwung, sodass Bogojevic den 6:2-Zwischenspurt der Moselstädter mit einer Auszeit unterbrach. Großartige Besserung trat aber nicht ein. Die 46ers agierten in der Abwehr meist orientierungslos und trafen kopfschüttelnde Entscheidungen im Angriff. Das änderte sich gegen Ende der dritten zehn Minuten, als die Lahnstädter mit mehr Intensität in der Defense agierten und sich in der Offensive ideenreicher präsentierten. Nach einem Dreier von Jeanty (29.) hatten sich die 46ers auf 50:51 herangearbeitet, um letztlich mit einem Zwei-Punkte-Rückstand ins letzte Viertel zu gehen.

Dort gab es kein Halten mehr für die Bogojevic-Truppe, die zwar erneut beim Start Schwierigkeiten hatte (Jeffers leitete mit einem Einwurf unter dem Trierer Korb einen Fastbreak für George Evans ein), sich aber schnell durch einen Dreier von Ovcina und einem Drei-Punkt-Spiel von Johnson erholte. Nach einem Zweier des agilsten Gästespielers, Jamal Shuler (63:60), war es in der 33. Minute vorbei mit der Trierer Herrlichkeit. Die nun in der Verteidigung nochmals einen Zahn zulegenden Gießener gestatteten der Mannschaft von Trainer Yves Defraigne bis zur Schlusssirene nur noch vier magere Pünktchen. Und im Angriff lief der Motor nun auf Hochtouren. Vor allem Jeanty hatte sein Händchen gefunden und startete in der Crunch-Time die 46ers-Dreier-Festspiele. Der US-Amerikaner war in der spielentscheidenden Phase dreimal jenseits der 6,25-m-Linie erfolgreich, Werner und Ovcina je zweimal, wobei dem Letztgenannten noch ein Drei-Punkt-Spiel zum 78:64 (38.) gelang. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die 46ers-Fans schon im kollektiven Freudentaumel, und das lang nicht mehr gehörte »Hier regiert der MTV!« schallte in der Osthalle.

Gießen Trainer Bogojevic hob aber nach dem Sieg den Finger: »Wir haben zwar den direkten Vergleich gegen Trier gewonnen und haben unsere Lage im Kampf um den Klassenerhalt durch zwei Siege in Folge verbessert. Wir dürfen uns darauf aber nicht ausruhen. Noch sind sieben Spieltage zu absolvieren.« Recht hat er.

Wolfgang Gärtner



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Artikel vom 15.03.2010 - 02.00 Uhr
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