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Vorfreude auf Spiele der Football-EM in Wetzlar

Artikel vom 20.04.2010 - 16.43 Uhr

Vorfreude auf Spiele der Football-EM in Wetzlar

(jms) Das waren noch Zeiten, als die hessischen Football-Fans nahezu jede Woche im Sommer ihrer Lieblingssportart auf höchstem Niveau frönen konnten und die Stars der Frankfurt Galaxy das Frankfurter Waldstadion regelmäßig zum Kochen brachten. Vom 25. bis zum 27. Juli wird auch in Mittelhessen getackelt. Denn im bis dato sanierten Wetzlarer Stadion werden im Zuge der Football-Europameisterschaft drei Spiele stattfinden.
Vorfreude auf die Football-EM bei (v. l.) Marshall Happer (Leistungssportdirektor des American-Football-Verbands in Deutschland)
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Vorfreude auf die Football-EM bei (v. l.) Marshall Happer (Leistungssportdirektor des American-Football-Verbands in Deutschland), Jörg Baumert (Abteilungsleiter Football Wetzlar Wölfe), Wetzlars Bürgermeister Helmut Lattermann und Sportamtsleiter Wendelin Müller. (Foto: jms)
Die weiteren Partien werden in der Wiesbadener Brita-Arena und in der Frankfurter Commerzbank-Arena ausgetragen.

Wetzlars Sportamtsleiter Wendelin Müller freut sich auf die Nationalmannschaften Schwedens, Großbritanniens, Frankreichs, Finnlands und Österreichs. »Wir erhoffen uns durch diese Europameisterschaft einen imensen Imagegewinn und wollen natürlich als gute Gastgeber Werbung für die Stadt Wetzlar machen. Es wäre schön, wenn zu den Spielen das Stadion immer voll sein würde«, sagt Müller, der gemeinsam mit Bürgermeister und Sportdezernent Helmut Lattermann vor allem junge Menschen in die Arena locken möchte. Für den Leistungssportdirekter des American-Football-Verbands in Deutschland, Marshall Happer, war die Entscheidung, dem Standort Wetzlar zuzustimmen, »genau die richtige«. Happer dazu: »Die Gespräche mit der Stadt Wetzlar waren von Beginn an problemlos. Zudem bietet das renovierte Stadion eine hervorragende Basis für Leistungssport auf hohem Niveau.«

Neben den sportlichen Aspekten sind auch die wirtschaftlichen Pluspunkte für die Stadt nicht zu verachten. Über 300 Sportler werden Ende Juli in Wetzlar gastieren, gut 100 Offizielle finden sich in Mittelhessen ein. »Vor allem die Franzosen und Österreicher werden einige Fans mitbringen. Das Wetzlarer Stadion ist ein echtes Prunkstück und wird sicher immer gut gefüllt sein«, glaubt Happer, der besonders die Partie zwischen dem amtierenden Europameister Schweden und Mitfavorit Frankreich am 25. Juli (16 Uhr) als »besonderen Leckerbissen« ansieht. Am Dienstag, dem 27. Juli, spielen dann Frankreich gegen Großbritannien (16 Uhr) und unter Flutlicht Österreich gegen Finnland (19.30 Uhr).

»Wir sind froh, dass wir Austragungsort dieser Veranstaltung sind. Unser Stadion ist nun auf dem neusten Stand. Im Fußball könnte dort problemlos in der Regionalliga gespielt werden. Diese Auflagen erfüllt es auch dank der neuen, leistungsstarken Flutlichtanlage. Aber auch in der Leichtathletik erfüllt es die modernsten Standards«, sagt Bürgermeister Lattermann, auf dessen Mitarbeiter im Juli eine Menge Arbeit zukommt. Denn sie müssen dafür sorgen, dass das Spielfeld den vorgegebenen Kriterien entspricht. Das Fußballfeld ist in der Länge nicht ausreichend. Generell wird im Innenraum des Stadions bei den Spielen reger Betrieb herrschen, da jede Mannschaft mit mehr als 50 Spielern anreisen wird und somit auch zwei Umkleidekabinen pro Team notwendig werden. Die Eintrittspreise bei den Spielen in Wetzlar betragen am Sonntag 8 Euro für einen Stehplatz und 14 Euro für einen Sitzplatz. Bei der Doppelveranstaltung am Dienstag zahlen die Zuschauer 12 Euro für einen Stehplatz und 18 Euro für einen Platz auf der Sitztribüne. »Ich denke, das sind moderate Preise. Es ist davon auszugehen, dass ein Spiel etwas mehr als zwei Stunden dauern wird. Im Gegensatz zur NFL ist in Europa die Zone im Mittelfeld etwas größer. Am Rahmenprogramm arbeiten wir noch. Ich gehe davon aus, dass sämtliche Cheerleader aus der Region rekrutiert werden«, sagt Happer.

Die Europameisterschaft in der amerikanischen Paradesportart wird am 24. Juli mit dem Spiel Deutschland gegen Österreich in der Commerzbank-Arena eröffnet. Am gleichen Ort endet die Veranstaltung auch eine Woche später. »Zu diesen Spielen erwarten wir etwa 20 000 Fans«, sagt Happer, der sich darauf freut, dass eine Sportart, die deutschlandweit etwas ins Hintertreffen geraten ist, zumindest für eine Woche ins Rampenlicht zurückkehrt.

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Artikel vom 20.04.2010 - 16.43 Uhr
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