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»Viel besser ist nur schwer vorstellbar«

Artikel vom 02.11.2009 - 10.00 Uhr

»Viel besser ist nur schwer vorstellbar«

Der TV 05/07 Hüttenberg hatte nur 30 Minuten Schwierigkeiten mit dem Angriffswirbel von Gastgeber HG Saarlouis. Im zweiten Durchgang präsentierte sich der Zweitliga-Spitzenreiter seiner Position würdig und siegte am Ende vor 1485 (!) Zuschauern mit 28:24 (17:15).
Die Zweitliga-Party geht weiter: Hüttenberger Handball-Jubel auch in Saarlouis.
Foto: Ruppenthal
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Die Zweitliga-Party geht weiter: Hüttenberger Handball-Jubel auch in Saarlouis. Foto: Ruppenthal
(jms) Die TVH-Maschine läuft und läuft. Abstellen kann sie derzeit keiner. Auch nicht der so kecke und offensivstarke Aufsteiger HG Saarlouis. Die Saarländer warfen bis zu diesem zehnten Spieltag in der 2. Handball-Bundesliga Süd in jedem Spiel mindestens 30 Treffer. Selbst etablierte Topteams wie Delitzsch, Erlangen und der Bergische HC zogen bei der HGS den Kürzeren. Nicht so der TV 05/07 Hüttenberg! Die Mittelhessen hatten nur 30 Minuten Schwierigkeiten mit dem Angriffswirbel der Gastgeber. Im zweiten Durchgang präsentierte sich der Spitzenreiter seiner Position würdig und siegte am Ende vor 1485 (!) Zuschauern mit 28:24 (17:15). TVH-Trainer Jan Gorr analysierte die Geschehnisse im Saarländischen wie gewohnt unaufgeregt: »Im zweiten Durchgang haben wir uns gesteigert und in der Deckung besser gestanden.«

Nicht wenige Fans des TVH befürchteten vor der Partie am Samstag die erste Saisonniederlage. Verständlich, denn Saarlouis erwies sich bislang als unangenehmer Gegner und Stolperstein. Offensichtliche Schwächen konnte die HG bis zum vergangenen Spieltag immer mit einem feurigen Angriffsspiel kompensieren. »In der ersten Halbzeit hat uns Saarlouis vor Schwierigkeiten gestellt. 15 Gegentore ist eine Menge«, sagt Gorr.

Doch in Führung gelangen die Gastgeber auch im ersten Abschnitt nicht. Auch weil Arne Rigterink einen sehr starken Tag erwischte. Der aus Nordhorn stammende Kreisläufer erwies sich als ständiger Unruheherd und netzte in der zehnten Minute zum 8:5 ein. Doch absetzen konnten sich die mittelhessischen Gäste nicht. Auch ohne den verletzt fehlenden Daniel Grgic zog das Team von Andre Gulbicki ein sehenswertes Angriffsspiel auf. Jan Gorr war davon schon beeindruckt: »Das Fehlen von Grgic hat sich nicht bemerkbar gemacht. Viel besser hätte Saarlouis auch mit ihm nicht nach vorne spielen können.«

Der gute Sven-Malte Hoffmann verkürzte mit einem wuchtigen Wurf in der 20. Minute auf 10:11. Die emotionalen Fans an der deutsch-französischen Grenze pushten ihr Team in der Folgezeit lautstark nach vorne. Doch Hüttenberg setzte die Trainervorgabe, jederzeit einen kühlen Kopf zu behalten, sehr gut um. Drei Treffer von Andreas Scholz, Florian Laudt und des guten Rigterinks sorgten in der 24. Minute für eine komfortable 15:11-Führung, die sich allerdings als trügerisch herausstellte. Gastgeber HG Saarlouis ließ sich auch durch diese Rückschläge nicht einschüchtern und kam kurz vor der Pause durch einen Treffer von Peter Nielsen auf 15:17 heran.

»Nach der Pause kam die HG dann besser auf«, sagte Gorr, der mitansehen musste, wie Philipp Kessler Saarlouis vor der nun tobenden Menge mit 19:18 (38.) in Führung brachte. Doch die Reaktion des Tabellenführers war stark. Bärenstark! In den letzten 20 Minuten des Spiels konnte die HG nur noch vier Treffer erzielen. Der nun im Tor spielende Jan-Steffen Redwitz spielte einen sehr starken Part. Die offensive 3:2:1-Deckung erstickte die HG-Angriffe im Keim. »Viel besser ist nur schwer vorstellbar. Die Mannschaft hat das ab Mitte der zweiten Halbzeit ganz toll gemacht. Saarlouis ist durchaus ein Stolperstein. Der Sieg hier war alles andere als eine Selbstverständlichkeit«, freute sich Gorr später über den starken Auftritt seiner Jungs. Vor allem die Tatsache, dass auch diesmal wieder Spieler in den Vorschein getreten sind, die sonst eigentlich eher im Hintergrund wirken, zeigt die momentane Klasse des TVH.



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Artikel vom 02.11.2009 - 10.00 Uhr
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