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Unter besonderen Vorzeichen

Artikel vom 13.11.2009 - 10.00 Uhr

Unter besonderen Vorzeichen

Die Handball-Frauen des TV Mainzlar sind am bei der HSG Bad Wldungen/Friedsrichstein/Bergheim zu Gast.
Trainer Dr. Jürgen Gerlach und sein TV 05 Mainzlar stehen vor dem schweren Gastspiel in Bad Wildungen.	 (Foto: ras)
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Trainer Dr. Jürgen Gerlach und sein TV 05 Mainzlar stehen vor dem schweren Gastspiel in Bad Wildungen. (Foto: ras)
(jms) Lange Zeit waren die Verantwortlichen beim Frauenhandball-Zweitligisten TV 05 Mainzlar nicht zu bremsen. Die neue Mannschaft sei charakterlich einwandfrei, ziehe extrem gut mit und habe eine ganz andere Qualität als die Truppe aus dem Vorjahr. Nach der ersten Heimniederlage gegen den TuS Metzingen in der vergangenen Woche stehen diese Vorschusslorbeeren an diesem Samstag auf der Probe. Denn bei einer Niederlage bei der HSG Bad-Wildungen/Friedrichstein/Bergheim (Anpfiff um 19.30 Uhr in der Ensehalle Bad Wildungen) droht ein Abrutschen ins Niemandsland der Tabelle.

Teammanager Mario Schrödel bemüht sich erst gar nicht, den momentanen Abwärtstrend schönzureden: »Wir haben nach zwei Niederlagen in Folge ein richtungweisendes Spiel vor uns. Ich erwarte von den Mädels eine Steigerung.«

In Nordhessen treffen die Staufenbergerinnen auf eine sehr heimstarke Mannschaft. Die HSG konnte ihre drei Heimspiele gegen Allensbach (24:20), Riesa (28:23) und Metzingen (32:29) erfolgreich gestalten. Mainzlars Co-Trainer Eckhard Weber weiß, wie man in Bad-Wildungen zum Erfolg kommen kann: »Wir müssen unbedingt wieder zu dem Leistungsvermögen aus den ersten vier Saisonspielen zurückkehren. Das war absolut in Ordnung. Die letzten beiden Spiele haben gezeigt, dass wir keinen Gegner unterschätzen dürfen.«

Gerade die Heimniederlage gegen Metzingen tat dem TVM weh. Schrödel: »Dieses Ergebnis war nicht eingeplant. Jetzt stehen wir ein bisschen unter Zugzwang.« Die Schwere der kommenden Aufgabe wird bei einer genaueren Betrachtung des HSG-Kaders deutlich. Im rechten Rückraum spielt mit der 33-jährigen Cristina Mihai eine sehr wurfstarke Spielerin, die vor allem ein gutes Auge für ihre Mitspielerin hat. Mit ihren 1,80 Metern ist die aktuelle EHF-Pokalsiegerin (mit dem spanischen Klub Estella Itxako) die größte Spielerin im Kader der Nordhessen. »Zudem müssen wir ganz genau auf Miranda Robben aufpassen. Sie ist sehr gefährlich - eine tolle Handballerin. Wichtig wird sein, dass wir wieder etwas aggressiver und mit einer gesunden Härte in der Deckung zur Sache gehen. Wir dürfen uns nicht verstecken. Zu viel Re-spekt ist nicht angebracht«, fordert Weber. Robben ist die Großcousine von Arijen Robben, dem Fußballstar vom FC Bayern München. Bis vor dieser Saison konnte die 70-fache niederländische Nationalspielerin Erfahrungen in der ersten Bundesliga bei Borussia Dortmund sammeln. Die schnelle Außenspielerin ist auf beiden Seiten einsetzbar und zeichnet sich durch einen direkten Zug zum Tor und einen konsequenten Abschluss aus. Zudem spielt sie - wie ihr Großcousin und ihre große Schwester, die in Celle am Ball ist - technisch sauber. Das spielerische Potenzial bei der HSG wird zudem von der jungen Litauerin Vilte Duknauskaite geprägt. Die Spielmacherin kann optional auch auf der Königsposition eingesetzt werden und dort ihre gefährlichen Würfe besser zur Geltung bringen. »Für mich ist Bad Wildungen eine Mannschaft, die oben in der Tabelle anzusiedeln ist. Von den Einzelspielern ist das eine echte Topmannschaft. Aber ähnlich wie bei uns, muss das Team noch zusammenwachsen«, sagt Weber. Gemeinsam mit seinem Cheftrainer Dr. Jürgen Gerlach nahm sich der »Co« unter der Woche die Spielerinnen zur Brust, um an der Abwehrarbeit zu arbeiten. »Da haben wir Nachholbedarf. Am Samstag müssen wir wohl mehrere Varianten spielen, um zum Erfolg zu kommen. Zudem läuft das Umschalten von Abwehr auf Angriff noch nicht reibungslos«, meint Weber. Bei diesen wichtigen Übungseinheiten konnte Laura Schmitt nicht mitwirken. Die Aschaffenburgerin lag mit Fieber flach. Auch Wirbelwind Andrijana Atanasoska musste ihre Trainingsarbeit dosieren, da sie sich mit einem grippalen Infekt herumplagte. Für das Trainerduo ist die Partie indes bedeutsam, weil Mainzlar mit einem Auswärtssieg die große Chance hat, den Abstand auf die unteren Tabellenplätze zu vergrößern.

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Artikel vom 13.11.2009 - 10.00 Uhr
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