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Traum vom »Finale« zerplatzt für Pointers in Kirchheim

Artikel vom 10.05.2010 - 09.30 Uhr

Traum vom »Finale« zerplatzt für Pointers in Kirchheim

(lad) Mit einem Sieg bei der SG Heidelberg/Kirchheim hätten sich die VfB 1900 Gießen Pointers gestern Abend nicht einfach nur mit einem doppelten Punktgewinn beschert, sondern sie hätten damit den Grundstein für ein wahres Meisterschaftsfinale der Basketball-Regionalliga in der kommenden Woche in der Doppelturnhalle gegen Tabellenführer BV Villingen-Schwenningen gelegt.
Trotz einer 77:74-Führung 30 Sekunden vor Spielende unterlagen die Mittelhessen letztlich aber mit 77:79 (42:36) und können nun in der Tabelle nicht mehr an Villingen vorbeiziehen. Den Aufstieg in die Pro B haben die Pointers aber dennoch in der Tasche.

»Damit ist der Traum in der letzten Sekunde geplatzt«, trauerte Pointers-Trainer Dejan Kostic der verpassten Meisterschaft nach. »Bei uns hat die nötige Konzentration gefehlt, und wir haben immer wieder die gleichen Fehler gemacht. Unsere fehlende Geduld hat uns das Leben schwer gemacht«, ärgerte sich der Coach über die vermeidbare Niederlage. Im ausgeglichenen Spiel konnten sich die Gießener lange Zeit leicht absetzen, wie etwa zum 25:20 nach dem ersten Viertel oder zum 42:36-Halbzeitstand. In der zweiten Halbzeit waren es sogar teilweise zehn Punkte, die die Mittelhessen sich an Vorsprung erarbeitet hatten. Doch Heidelberg/Kirchheim um die langgewachsenen Andreas Duensing und Christoph Schropp kam dank der Reboundüberlegenheit immer wieder zu zweiten Chancen und nutzte diese, um somit stets am VfB dranzubleiben. Zudem ließen sich die Pointers entgegen der Absprache mit ihrem Coach immer wieder zu Dreierversuchen zwingen, von denen im gesamten Spiel kein einziger saß. Vier Minuten vor dem Schluss glichen die Badener nun zum 66:66 aus und legten fortan vor, sodass Gießen plötzlich im Zugzwang war. Dies setzte sich bis in die 39. Minute zum 73:73 fort, bis die Gastmannschaft in der Kirchheimer Halle mit einem vielversprechenden 77:74 in Führung gehen konnte. 30 Sekunden vor dem Ende glich nun die SG per Dreier zum 77:77 aus, aber die 1900er hatten bei Ballbesitz beste Chancen, doch noch den angestrebten Auswärtssieg einzusacken. Doch das Gastgeberteam um den mit 18 Punkten erfolgreichen Allrounder Jens Hirschberg zwang Gießen erneut, von seiner geplanten Marschroute abzubringen, was mit einem Pointers-Fehlwurf und Ballbesitz für Heidelberg endete. Diesen nutzte die SG acht Sekunden vor dem Ende, um den favorisierten Aufsteiger mit einer Niederlage in die Heimat zurückzuschicken.

Doch trotz der verpassten Meisterschaft soll die Begegnung in der kommenden Woche gegen die BV Villingen-Schwenningen zu einem Fest vor zahlreichen Zuschauern mit anschließender Aufstiegsfeier in der Doppelturnhalle werden: »Unser Mitaufsteiger Schwenningen wird mit zwei vollen Fanbussen kommen – wenn das keine Motivation für meine Mannschaft ist, dann weiß ich auch nicht weiter«, hofft Kostic auf eine Trotzreaktion und den Willen, die seit 14 Spielen andauernde Siegesserie des feststehenden Meisters zu brechen. - VfB 1900 Gießen Pointers: Wosnitza (14), Zabel (12), Göttker, Pavlovic (8), Nützel (2), Unger, Sebastian Rotaru (9), Biallas, Henke, Steuber (6), Kratz, Felix Rotaru (26).

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Artikel vom 10.05.2010 - 09.30 Uhr
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