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Trainer erwarten hochklassige Partie

Artikel vom 17.09.2009 - 18.14 Uhr

Trainer erwarten hochklassige Partie

Es war eines der bittersten Erlebnisse in der jüngeren Hüttenberger Handball-Geschichte. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison unterlag der TV 05/07 Hüttenberg in eigener Halle gegen den sportlichen Absteiger TV Leichlingen nach einer desolaten Vorstellung mit 24:37. Damit vergab der mittelhessische Traditionsklub die Chance, sich auf dem vierten Tabellenplatz festzusetzen.
Hüttenbergs Trainer Jan Gorr gibt seinem Halblinken Tomasz Jezewski Anweisungen. Der Pole ist noch leicht angeschlagen.	(Foto: r
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Hüttenbergs Trainer Jan Gorr gibt seinem Halblinken Tomasz Jezewski Anweisungen. Der Pole ist noch leicht angeschlagen. (Foto: ras)
(jms) »Wir haben uns damals ein bisschen um den Lohn für eine ganze Saison gebracht«, meint TVH-Trainer Jan Gorr rückblickend. Kein Wunder, dass nach dem Traumstart mit 4:0 Punkten gegen zwei starke Gegner nun auch gegen den Klub aus dem Rheinland, der aufgrund des wirtschaftlichen Aus der HR Ortenau doch noch den Ligaverbleib in der 2. Handball-Bundesliga Süd feiern durfte, ein Sieg folgen soll.

Am Samstag können die Fans ab 19.30 Uhr mitfiebern, wenn Florian Laudt und Co. Revanche nehmen wollen. »Wir haben das letzte Spiel gegen Leichlingen nicht vergessen. Wir müssen sehr konzentriert zu Werke gehen. Denn die Mannschaft hat sich gegenüber dem letzten Jahr erheblich verstärkt«, sagt Gorr, der möglicherweise auf einige Leistungsträger verzichten muss. Nach seiner Grippe galt es für Mario Weber in der abgelaufenen Trainingswoche wieder zu Kräften zu kommen. Und auch das polnische Rückraum-Ass Tomasz Jezewski hat schwierige Tage hinter sich gebracht. Neben Rückenproblemen plagt sich der wurfgewaltige Schütze zudem noch mit Zahnschmerzen herum. Christian Stelzenbach (Schlag auf die Wade) und Florian Laudt (Handprellung) gehörten ebenfalls zum Kreise der Angeschlagenen. »Nichtsdestotrotz wollen wir dieses Spiel unbedingt gewinnen. Im Training haben wir uns aufgrund der Ausfälle auf individuelle Sachen konzentriert. Meiner Meinung nach ist so etwas nicht unbedingt negativ, wenn es einmal vorkommt«, sagt Gorr.

Der Gegner aus dem Städtchen, das zwischen Köln und Düsseldorf gelegen ist, kommt mit einer Menge Frust ins Mittelhessische. Im ersten Heimspiel der Saison kämpfte der TVL gegen die HSG Frankfurt/Rhein-Main großartig. Doch hatte das Team von Trainer Frank Lorenzet nicht das nötige Glück auf seiner Seite. Vor allem die Schiedsrichterentscheidungen brachten die Halle zum Beben. Dabei stellte sich Leichlingen bereits vor der 37:38-Niederlage auf ein Negativerlebnis ein. »Es ist mir ein absolutes Rätsel, wie Frankfurt gegen Hüttenberg verlieren konnte«, meinte Lorenzet vor der Partie ob der personellen Vielfalt der Frankfurter.

Wie es ist, gegen eine starke Hüttenberger Mannschaft zu verlieren, wollen die TVH-Spieler heute Abend zeigen. Dabei geht es für die topgestarteten Handballer zunächst darum, den starken Alexander Oelze auf der Königsposition sowie den cleveren Halbrechten David Kreckler unter Kontrolle zu bringen. „Oelze ist im eins gegen eins sehr stark. Er kann ein Spiel entscheiden.« Auch im Tor hat der Gast gute Möglichkeiten. Matthias Reckzeh sammelte Erfahrungen bei Bayer Dormagen und brachte einst den TVH mit einigen Paraden an den Rand der Verzweiflung.

»Wir sind mit unserem Saisonstart sehr zufrieden. Jetzt geht es darum, unsere Erfolgsfaktoren ins taktische Spiel einzubauen und auch dieses Spiel zu gewinnen«, freut sich Gorr auf die anstehende Herausforderung. Gästetrainer Frank Lorenzet ist nach 0:4 Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen ernüchtert, zumal seine Mannschaft beim Bergischen HC (26:35) und gegen Frankfurt (37:38) recht ordentlich agierte. »Abgesehen von der ersten Viertelstunde war unser Spiel gegen die HSG Frankfurt/Rhein-Main absolut in Ordnung. Kämpferisch und von der Einstellung haben wir alles gegeben. Aber was bringt mir das alles, wenn am Ende keine Punkte zu Buche stehen. Das ist das einzige, was zählt. Auch beim Bergischen HC haben wir uns sehr gut verkauft und nichts geholt«, meint der 41-jährige Diplomsportlehrer, der bereits seit 2003 auf der Bank des LTV sitzt.

Vor dem TV Hüttenberg hat der impulsive Coach Respekt, aber keine Angst: »In dieser Klasse hat man immer eine Chance zu gewinnen. Allerdings ist die Frage, wie groß diese ist. Natürlich fahren wir nach Hüttenberg, um zu gewinnen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich schon immer eine Menge Respekt vor dem TVH gehabt habe. Denn Hüttenberg spielt einen ganz tollen Handball. Und wenn man Mannschaften wie Frankfurt und Bietigheim schlägt, hat man aufhorchen lassen in der Liga. Für uns wird das selbstverständlich ein ganz schwieriges Spiel - aber chancenlos sind wir nicht.«

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Artikel vom 17.09.2009 - 18.14 Uhr
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