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Timm Schneider wird zum Hüttenberger »Handball-Gott«

Artikel vom 07.12.2011 - 23.40 Uhr

Timm Schneider wird zum Hüttenberger »Handball-Gott«

Unglaublich. Sagenhaft. Galaktisch. Der TV 05/07 Hüttenberg hat am Mittwochabend mit einem 27:26 (14:15) im Hessenduell über MT Melsungen den zweiten Saisonsieg in der Handball-Bundesliga eingefahren und dabei vor 1450 Zuschauern einen irrsinnigen Endspurt hingelegt.

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NICHT AUFHALTEN lassen sich Florian Laudt (r.) und der TV Hüttenberg). Hier setzt sich der Spielmacher gegen Alexandros Vasilakis von der MT Melsungen durch. In der Endphase erzielt Laudt den umjubelten Siegtreffer im Hessenderby. (Foto: ras)
Exakt 100 Sekunden vor Schluss lagen die Laudt und Co. noch mit 24:26 im Hintertreffen und standen dicht vor der nächsten, demoralisierenden Niederlage. Der siebte Siebenmeter-Treffer von Timm Schneider zum 25:26 (58:20) ließ zwar noch einmal Hoffnung aufkommen, eine Zeitstrafe gegen Andreas Scholz bedeutete aber Unterzahl. Vorteil Melsungen also. Von wegen!

Nach 59:20 Minuten folgte die nächste Hüttenberger Balleroberung, nach 59:52 vollendete Schneider mit seinem 13. Treffer per Drehwurf zum 26:26. Und plötzlich hatte der TVH wieder das Spielgerät. »Flo« Laudt breschte in die schnelle Mitte von MT, schnappte sich das Leder gegen konsternierte Nordhessen und ließ mit seinem 27:26-Siegtreffer nach 59:59 Minuten die Halle explodieren.

»Ich hab nicht kapiert, dass ich den Ball hatte und dann nicht mehr nachgedacht«, brodelte es aus dem überglücklichen Laudt heraus. Derweil war Schneider auf seine »100 Prozent« bei den Siebenmetern stolz. Melsungens Trainer Michael Roth war »geschockt über die letzten Minuten und das Ergebnis«, während auf TVH-Seite Trainer Jan Gorr »einen in der Endphase glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg« gesehen hatte, »weil wir 60 Minuten auf Augenhöhe waren«.

Die Abtastphase dauerte zu Beginn länger als erwartet. Kaum Tempo, purer Stellungskampf, Angst vor dem Ballverlust. Die TVH-Deckung ließ sich von Vuckovic und Karipidis viermal düpieren; Torhüter Putera machte eine unglückliche Figur. Gut, dass Schneider seine Form der letzten Wochen konservieren konnte, als Mädchen für alles die Angriffe initiierte, dreimal aus dem Rückraum traf, auch vom Punkt zweimal erfolgreich abschloss und die Gastgeber somit bis zum 9:9 in der 20. Minute im Spiel hielt.

Gegen die defensive 6:0-Abwehr der Nordhessen hatte auch der in der 15. Minute eingewechselte Laudt Probleme, Struktur in die Angriffe zu bringen. Laudt selbst sowie Stefan Lex luden mit halbherzigen Würfen zu Gegenstößen ein, die MT bis zur 23. Minute zur 13:10-Führung nutzte. Zweimal vollendete Vuckovic klug vom Kreis, auf der Gegenseite blieben die Gastgeber-Flügel abgemeldet und das TVH-Angriffsspiel zu eng angelegt.



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Artikel vom 07.12.2011 - 23.40 Uhr
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