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Syring legt Lischka »lahm«

Artikel vom 02.02.2010 - 02.00 Uhr

Syring legt Lischka »lahm«

(gae/ra) Basketball-Bundesligist LTi Gießen 46ers kommt nicht zur Ruhe. Dem 89:93-Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt gegen Giants Düsseldorf folgte noch am Samstagabend in der anschließenden Pressekonferenz ein weiterer Tiefschlag, als sich mit Martin Lischka der Spielervater von Johannes Lischka unberechtigen Zugang zu dieser verschaffte und den vom Management fahrlässig ungeschützten Trainer Vladimir Bogojevic öffentlich brüskierte. Die skurrile Situation endete in einem beidseitigen Wortgefecht, das schonungslos offen legte, welch tiefe Gräben es zwischen Trainer und dem betroffenen Spieler zu geben scheint. Um die Dissonanzen nicht weiter ausufern zu lassen, reagierte Gechäftsführer Christoph Syring mit einem Interview-Verbot für den 22-jährigen Flügelspieler, den er damit bayern-like »lahmlegte«.
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So durfte/konnte sich Johannes Lischka nicht mehr zu den Vorwürfen äußern, die Trainer Bogojevic in der Antwort auf die PK-Provokation seines Vaters erhoben hatte. Übersetzt: wenig Teamfähigkeit, wenig Wille zur Weiterentwicklung, überzogenes Ego, mangelnde Konzentrationsfähigkeit.

Die Situation scheint verfahren, das Tischtuch tief eingeschnitten. Wie verfahren, wie verzwickt die Situation, das Verhältnis Trainer/Spieler ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen müssen. Auch ob sich das angespannte Verhältnis überhaupt noch einmal kitten lässt oder ob ein Redeverbot die passsende Maßnahme ist.

Christoph Syring begründet die »Maulkorb«-Maßnahme wie folgt: »Das Thema ist momentan zu emotional behaftet. Deswegen möchten wir von den beteiligten Personen öffentlich nichts kommentiert haben.« Eine klare Aussage, vor allem weil der in der ganzen Angelegenheit steckende Zündstoff der sportlichen Situation der 46ers weiteren Schaden zufügen könnte. Ruhe ist deshalb aus der Sicht von Syring die erste Pflicht. Für alle Beteiligten!

»Wir wollen, dass Johannes wieder das für uns wird, was er in der vergangenen Saison für uns war und er wieder zu seiner alten Stärke zurückfindet. Dafür werden wir alles tun«, baut der Manager aber weiterhin auf den Flügelspieler, den er in die Kategorie »Schlüsselspieler« einordnet. Gerade diesbezüglich gibt es Widersprüchlichkeiten. Einmal der von wenig Vertrauen zeugende Vier-Minuten-Kurzeinsatz gegen Düsseldorf; zum anderen die vom Trainer deutlich artikulierten (vermeintlichen) Defizite Lischkas.

Die Kritik, der sich nach der Niederlagenserie von sieben Spielen in Folge Trainer Vladimir Bogojevic in immer stärkeren Maße ausgesetzt sieht, teilt Christoph Syring im übrigen nicht. Für ihn sitzt der 33-jährige Bogojevic fest im Sattel: »Die Trainerfrage ist gestellt und beantwortet: ›Vladi‹ ist unser Trainer.«

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Artikel vom 02.02.2010 - 02.00 Uhr
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