(pm) Beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar wurde am Montagabend der 37-jährige Sascha Schnobrich zum Geschäftsführer neben Axel Geerken bestellt..
(pm) Beim Handball-Bundesligisten HSG Wetzlar wird aktuell, ungeachtet sportlicher Ergebnisse, weiter nachhaltig an der Zukunft des Vereins gearbeitet. Nach der Vertragsverlängerung mit Mannschaftskapitän Timo Salzer laufen auch mit weiteren Leistungsträgern wie Nationalspieler Sven-Sören Christophersen und Linksaußen Michael Allendorf derzeit intensive Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit - aber auch abseits des Spielfeldes werden vonseiten der Wetzlarer weitere wichtige Weichen gestellt. So wird Sascha Schnobrich ab Dezember für die HSG Wetzlar als Geschäftsführer fungieren. Der 37-Jährige war fast sieben Jahre lang in der Geschäftsleitung des Ligakonkurrenten TV Großwallstadt tätig. Schnobrich wurde am Montagabend von der Verwaltungs-GmbH zum weiteren alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer neben Axel Geerken bestellt.
»Sascha war unser absoluter Wunschkandidat. Er bringt aus seiner Zeit bei Großwallstadt sehr viel Erfahrung und Fachkompetenz mit. Zudem kennt er die Bundesliga, ihre Strukturen und Anforderungen, braucht also nur wenig Zeit, um sich bei uns einzuarbeiten und die Lücke zu schließen, die sich daraus ergibt, dass Rainer Dotzauer sich dafür entschieden hat, ab kommenden Sommer kürzer zu treten«, erklärt HSG-Aufsichtsratsvorsitzender Hardo Reimann. In seiner Zeit bei den Mainfranken hatte Sascha Schobrich die Sponsoreneinnahmen mehr als verdoppelt und zusammen mit Vorstand Georg Ballmann federführend die »Marke TVG« aufgebaut. »Sascha ist jung, dynamisch und bringt als neuer Mann sicherlich viele neue Ideen ein«, weiß auch der sportliche Leiter der HSG, Rainer Dotzauer, der zum 30. Juni 2010 die nächste Phase des langfristig geplanten Übergangs einleitet. »Ich denke es ist der richtige Zeitpunkt, um die Verantwortung jetzt verstärkt jüngeren Leuten zu überlassen. Loslassen muss man, wenn es gut läuft, und nicht in der Krise!« Ganz verabschiedet sich der 62-Jährige allerdings nicht. Er wird weiterhin als sportlicher Berater und Koordinator fungieren und somit im engen Dialog mit HSG Trainer Michael Roth stehen.
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?