(dbf/mn) Welch ein Wochenende für den EC Bad Nauheim! Am Freitagabend hatten die Roten Teufel gegen den Tabellenletzten, gegen den EV Füssen, noch enttäuscht, tags darauf Stürmer Kevin Richardson suspendiert und am Sonntag dann in Rosenheim die gastgebenden Starbulls durch einen 4:3 (1:2, 1:0, 2:1)-Erfolg von Platz vier der Eishockey-Oberliga verdrängt. Siegtorschütze in der 59. Minute: Jan Barta, der erst durch die interne Maßnahme gegen Top-Torjäger Richardson von der vierten in die erste Angriffsreihe gerutscht war.
Einen Schritt und zwei Punkte voraus: Kyle Piwowarczyk von den Roten Teufel Bad Nauheim lässt sich von Rosenheims Mitch Stephens nicht irritieren. (Foto: Storch)
»Wir mussten ein Zeichen setzen. Kevin Richardson bringt uns derzeit sportlich nicht weiter«, sagt Andreas Ortwein. Ob und wann der 26-Jährige wieder zum Kader stößt, ließ der RT-Geschäftsführer offen.
Vor 1557 Zuschauern im Kathrein-Stadion war neun Tage vor dem Viertelfinal-Auftakt die Playoff-Atmosphäre spürbar. Beide Mannschaften boten sich einen ebenso attraktiven, wie offenen und spannenden Schlagabtausch, wobei die Roten Teufel vielleicht glücklich, gewiss aber nicht unverdient das bessere Ende für sich hatten. Neben den insgesamt sieben Treffern sorgten je zwei Latten- und Pfostentreffer ein spätes RT-Siegtor und eine noch spätere Überzahl-Möglichkeit der Gastgeber für eine muntere Partie.
Rosenheim hatte den besseren Start, lag nach einem Solo von Dylan Stanley und einem Schuss von Nicolas Ackermann nach nur sieben Minuten mit 2:0 in Führung. Bad Nauheim kam erst nach gut zehn Minuten so richtig in die Partie, durch Manuel Weibler zum hochverdienten Anschluss und schließlich durch Tobias Schwab zum gerechten Ausgleich, da die Gäste Mitte des zweiten Drittels mit druckvollem Offensivspiel zu überzeugen wussten und Rosenheim in die Defensive drängen konnten. Die RT-Führung hatte Lanny Gare auf dem Schläger, der aus spitzem Winkel das (fast) leere Tor verfehlte (32.).
Im Schlussabschnitt traf Mathias Baldys den Schlittschuh von Matthias Bergmann - und von dort fand der Puck den Weg ins Tor. Mit einem fulminanten Schlagschuss gelang Andreas Paderhuber der Ausgleich (56.). Als Stanley in der Vorwärtsbewegung den Puck verloren hatte, forcierte Schwab das Tempo und Barta traf zum 3:4. Gezittert wurde noch bei einer Hinausstellung gegen Christian Franz in der Schlussminute.
Drei Teams sind noch in den Abstiegskampf der Handball-Bundesliga verstrickt: HSG Wetzlar, TV 05/07 Hüttenberg, Bergischer HC. Wer schafft den Klassenerhalt?